Flächen im Dobratal für Nationalpark Kampwald gesichert
Im Dobratal in Niederösterreich werden 280 Hektar im Kampwald geschützt als mögliche Kernzone im geplanten Nationalpark Kampwald.
Das Dobratal und der nördliche Kampwald gehören zu den wichtigsten und schönsten Naturräumen im Waldviertel in Niederösterreich. Alte Wälder, klare Bäche und ruhige Schluchten prägen diese besondere Landschaft. Neue Untersuchungen im Dobratal – dem möglichen Zentrum eines zukünftigen Nationalparks Kampwald – zeigen, dass dort viele geschützte Tier- und Pflanzenarten leben.
Beschluss bringt dauerhaften Schutz für wertvolle Naturflächen
Im Dobratal, einem Teil des möglichen künftigen Nationalparks, laufen derzeit naturschutzfachliche Grundlagenarbeiten. Ziel ist der Schutz dieser rund 280 Hektar großen Fläche. Die Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet soll bereits 2027 erfolgen. Das Land Niederösterreich und die Windhag-Stipendienstiftung haben dazu eine Vereinbarung getroffen. Der Beschluss wurde einstimmig von ÖVP, FPÖ und SPÖ angenommen. Die Kosten von rund 6,5 Millionen Euro werden vollständig vom Biodiversitätsfonds des Bundes gedeckt.
Seltene Arten zeigen den hohen Wert des Dobratal
Die ersten Untersuchungen bestätigen die große Bedeutung des Dobratal innerhalb des Kampwalds:
- Weißrückenspecht – bedrohte Art, wichtig für naturnahe und alte Wälder
- Schwarzspecht und Neuntöter – weitere geschützte Vogelarten
- Gelbbauchunke, Zauneidechse, Ringelnatter – gefährdete Amphibien und Reptilien
- streng geschützte Fledermäuse wie die Kleine Hufeisennase
Die Vielfalt aus Wald, Wiesen und Bächen macht das Gebiet zu einem besonders wertvollen Naturraum in Niederösterreich.
Nationalpark Kampwald: Chance für Natur und Region
Ein möglicher Nationalpark wäre ein großes Zukunftsprojekt für Niederösterreich. Bereits heute besuchen viele Menschen die beliebten Ausflugsziele im Kampwald wie die Kampseen, die Ruine Dobra, Schloss Waldreichs und die Wälder rund um Zwettl.
Ein Nationalpark könnte diese Attraktivität noch weiter steigern – durch:
- neue Erlebniswege und Aussichtspunkte
- geführte Touren und Familienprogramme
- mehr Angebote für Naturinteressierte
- zusätzliche Wertschöpfung für Gastronomie, Hotels und Freizeitbetriebe
Erfahrungen aus dem Nationalpark Thayatal zeigen, wie gut Naturschutz und regionale Entwicklung zusammenpassen.