Neu erschienen: Lösungsansätze zu Agri-Photovoltaik in Österreich
Ein neues Whitepaper der Technologieplattform Photovoltaik Österreich zeigt, wie Agri-PV Landwirtschaft und Solarenergie erfolgreich vereinen kann.
Die Technologieplattform für Photovoltaik Österreich (TPPV) hat kürzlich eine neue Publikation unter dem Titel „Whitepaper – Agri-Photovoltaik, Empfehlungen für Agri-Photovoltaik (Agri-PV) – Anlagen mit Fokus auf landwirtschaftlichen Mehrwert“ herausgegeben. Zum besseren Verständnis: Ein sogenanntes Whitepaper dient dazu, Lösungsansätze aufzuzeigen, komplexe Sachverhalte vereinfacht zu erklären und Strategien bzw. Leitlinien aufzuzeigen.
In diesem Fall widmet sich das „Whitepaper Agri-PV“ der TPPV dem großen Potenzial der kombinierten Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für Nahrungsmittelproduktion und erneuerbare Energieerzeugung in Österreich. Dabei wird Agri-PV als wichtiger Beitrag zur klimaresilienten Landwirtschaft, zur regionalen Energieversorgung sowie zur Erreichung nationaler Klimaziele verstanden.
Durch die Mehrfachnutzung ein und derselben Fläche entstehen vorteilhafte Synergien, wie etwa stabilere Erträge, Schutz vor Extremwetter, geringerer Wasserbedarf und verbesserte Bedingungen für Pflanzen und Tiere. Nichtsdestotrotz bestehen im Bereich der Agri-PV nach wie vor zahlreiche Herausforderungen: umfangreiche Genehmigungsverfahren und fehlende rechtliche Rahmenbedingungen erschweren die Realisierung solcher Anlagen. Zudem kommen Nutzungskonflikte.
Aus diesem Grund wurden im nun neu erschienenen Whitepaper konkrete Empfehlungen für die folgenden Bereiche aufgezeigt: 1) Planung und Genehmigung, 2) Raumordnung, 3) Förderung und Finanzierung sowie 4) Forschung und Entwicklung.
Klar ist für die Autoren, dass Agri-PV dort zum Einsatz kommen soll, wo ein eindeutiger Vorteil bzw. Mehrwert für Landwirtschaft, Umwelt und Energieversorgung zu erwarten ist. Akzeptanz und Nachhaltigkeit der Projekte sind für die Autoren wesentlich, um Agri-PV-Projekte in Österreich erfolgreich voranzubringen. Pilotprojekte haben gezeigt, dass bei Berücksichtigung der Standortverhältnisse sowie einer fachlich gut durchgeführten Planung eine breite Palette an Vorteilen für die landwirtschaftliche Produktion entstehen kann.