Osterluzeifalter am Rindfleischberg

Pflegekonzept für Trockenrasen im Natura 2000-Gebiet Bisamberg

Der Bisamberg ist für viele Menschen der Inbegriff artenreicher Trockenlebensräume. Um die fortschreitende Verbuschung zu verhindern, wurde ein Pflegekonzept ausgearbeitet.

Der Bisamberg ist für viele Menschen der Inbegriff artenreicher Trockenlebensräume. Die Flaumeichenbestände, Trockengebüsche und Trockenrasen beherbergen hochwertige zoologische und botanische Raritäten. Die Anzahl hier vorkommender Orchideen ist österreichweit wohl einzigartig, ähnliches gilt auch für verschiedene Insektengruppen wie Wanzen, Wildbienen oder Grabwespen.

Viele Offenlandflächen sind von der fortschreitenden Verbuschung betroffen. Besonders drastisch lässt sich dies anhand des Rückgangs an Weideflächen veranschaulichen: Waren um 1820 noch 67 % der Fläche Weide (inkl. Wiese und Ödland), so fällt der Anteil 1994 auf nur noch 7 %. Die Trockenrasen verloren mit der Zeit auch an Vielfalt, sodass einige seltene, wärmeliebende Arten mittlerweile nicht mehr auf dem Bisamberg zu finden sind.

In diesem Projekt wurde eine Beschreibung des Ist-Zustandes durchgeführt. Darauf aufbauend wurden parzellenscharf mögliche Pflegemaßnahmen definiert sowie eine zeitliche Priorisierung vorgenommen. Für die kommenden Jahre und Jahrzehnte sind Strategien und Visionen zu entwickeln, die sich am Leitbild der ehemaligen unterschiedlich intensiven Nutzung der Flächen orientieren.

Projektdaten

Projektträger: Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz
Auftragnehmer: Ingenieurbüro für Landschaftsplanung - Dipl. Ing. Manuel Denner
Projektlaufzeit: Jänner 2017 – Juni 2017
betroffene Regionen: Weinviertel (im Gemeindegebiet von Bisamberg und Langenzersdorf)
betroffene Schutzgebiete: ESG Bisamberg, Handlungsfelder Trockenraseninseln im Weinviertel (BBSG u.a. Waldsteppen-Beifuß (Artemisia pancicii), Pannonien-Pippau (Crepis pannonica), Große Sägeschrecke (Saga pedo), Pannonische Steppen-Trockenrasen auf Löss)

Ein Projekt des Schutzgebietsnetzwerks NÖ welches von der Energie- und Umweltagentur NÖ koordiniert wird.

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