Weichtier des Jahres 2013: Die Flussmuschel

Die Flussmuschel wurde aufgrund der Tatsache, dass sie mittlerweile als vom Aussterben bedroht gilt, zum Weichtier des Jahres 2012 und 2013 gewählt. Sie ist ein Bioindikator für die Wasserqualität.

Flussmuschel_Quelle_RobertPatzner

Die Flussmuschel erreicht eine Länge von sieben bis elf Zentimetern und ist an ihrer dunkelbraun-schwarzen Färbung erkennbar. Sie benötigt sauer-stoffreiches, klares, schnell fließen-des Wasser mit sandig-kiesigem Bachbett. Flussmuscheln  reagieren sehr sensibel auf Gewässerverunreinigungen und zeigen eine enge Bindung an Wirtsfische. Neben der aus Nordamerika eingeschleppten Bisamratte, der Wandermuschel und der Bedrohung durch Wasservögel, hat der negative menschliche Einfluss auf Gewässerökosysteme zur Bestandsminimierung beigetragen. Die Flussmuschel eignet sich aufgrund ihrer Sensibilität gegenüber Gewässerverunreinigungen sehr gut als Bioindikator zur Prüfung der Wasserqualität. Auch Fischsterben bzw. Rückgänge in Wirtsfischbeständen zeigt die Flussmuschel aufgrund  ihrer engen Bindung an.

Die vom Aussterben bedrohte Flussmuschel kommt in Niederösterreich in teilweise lokal sehr begrenzten Vorkommen in den Tullnerfelder Donauauen, in den March-Thaya-Auen und in manchen Flüssen und Bächen des Alpenvorlandes wie z. B. Sierning, Melk oder Mank vor.

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