Wiesen-Glockenblume
Mit der Wahl der Wiesen-Glockenblume soll auf den Schutz von traditionell bewirtschafteten frischen Fettwiesen als artenreichen Lebensraum aufmerksam gemacht werden.
Michael Hohla
Früher typisch in Blumensträußen, gilt die Wiesen-Glockenblume heute als stark rückläufig.
Beschreibung & Bestimmungsmerkmale
Wissenschaftliche Bezeichnung: Campanula batula
- krautige Pflanze
- 30 bis 60 Zentimeter hoch
- lockerer Blütenstand, verwachsene Kronblätter sind etwa bis zur Mitte gespalten, die freien Kronzipfel ausgebreitet
- blüht von Mai bis Juli
- eine blauschwarze Beere mit etwa 1 Zentimeter Durchmesser
Besonderheiten
Die Wiesen-Glockenblume betreibt sekundäre Pollenpräsentation. Dabei reifen die Staubblätter schon vor den Fruchtblättern, am Griffel abgelagert und später dort präsentiert.
Lebensraum & Lebensweise
- leben in Fettwiesen, Niedermoorwiesen, seltene Magerwiesen und schottrige Ruderalstellen
- im Pannonikum an lichten Stellen in trocken-warmen Eichenmischwäldern
- bevorzugt in der submontanen und untermontanen Höhenstufe zu finden, also nicht in zu niedrigen oder zu hohen Lagen
Gefährdung der Wiesen-Glockenblume
Früher war die Wiesen-Glockenblume häufig in Wiesenblumensträußen zu finden. Das ist heutzutage besonders in Siedlungsnähe immer seltener möglich. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft ist ihr geläufiger Lebensraum - frühere, traditionell bewirtschaftete frische Fettwiesen - stark zurückgegangen. Deshalb gilt die Vorwarnstufe der Wiesen-Glockenblume in ihrer Gefährdung aus heutiger Sicht als gerechtfertigt.