Wiesen-Glockenblume

Mit der Wahl der Wiesen-Glockenblume soll auf den Schutz von traditionell bewirtschafteten frischen Fettwiesen als artenreichen Lebensraum aufmerksam gemacht werden.

Der Blüten einer Wiesen-Glockenblume sind in der näheren Aufnahme zu sehen, im Hintergrund erkennt man eine grüne Wiese

Früher typisch in Blumensträußen, gilt die Wiesen-Glockenblume heute als stark rückläufig.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

Wissenschaftliche Bezeichnung: Campanula batula

  • krautige Pflanze
  • 30 bis 60 Zentimeter hoch
  • lockerer Blütenstand, verwachsene Kronblätter sind etwa bis zur Mitte gespalten, die freien Kronzipfel ausgebreitet
  • blüht von Mai bis Juli
  • eine blauschwarze Beere mit etwa 1 Zentimeter Durchmesser

Besonderheiten

Die Wiesen-Glockenblume betreibt sekundäre Pollenpräsentation. Dabei reifen die Staubblätter schon vor den Fruchtblättern, am Griffel abgelagert und später dort präsentiert.

Lebensraum & Lebensweise

  • leben in Fettwiesen, Niedermoorwiesen, seltene Magerwiesen und schottrige Ruderalstellen
  • im Pannonikum an lichten Stellen in trocken-warmen Eichenmischwäldern
  • bevorzugt in der submontanen und untermontanen Höhenstufe zu finden, also nicht in zu niedrigen oder zu hohen Lagen

Gefährdung der Wiesen-Glockenblume

Früher war die Wiesen-Glockenblume häufig in Wiesenblumensträußen zu finden. Das ist heutzutage besonders in Siedlungsnähe immer seltener möglich. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft ist ihr geläufiger Lebensraum - frühere, traditionell bewirtschaftete frische Fettwiesen - stark zurückgegangen. Deshalb gilt die Vorwarnstufe der Wiesen-Glockenblume in ihrer Gefährdung aus heutiger Sicht als gerechtfertigt.