Umweltbundesamt: Policy Brief zur biodiversitätsverträglichen PV-Gestaltung
Das Briefing behandelt Konfliktpunkte und Lösungsansätze in der biodiversitätsverträglichen Gestaltung von PV-Anlagen.
Ein kürzlich erschienener Policy Brief des österreichischen Umweltbundesamtes thematisiert die biodiversitätsverträgliche Planung und Ausgestaltung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Damit wird einmal mehr aufgezeigt, dass der Schutz der biologischen Vielfalt bei gleichzeitiger Umsetzung der Erneuerbaren Energiewende möglich ist.
Briefing behandelt Konfliktpunkte und Lösungsansätze
Das 12-seitige Umweltbundesamt-Briefing enthält Empfehlungen aus Leitfäden und Wissenschaft. Einerseits wird dabei auf mögliche Konfliktpunkte zwischen ökologischen und energietechnischen Anliegen eingegangen. Andererseits werden Lösungsansätze aufgezeigt, wie Flächenkonkurrenz reduziert werden kann und die Biodiversität auf Freiflächen-PV-Anlagen gefördert werden kann. Ein Großteil der Maßnahmen deckt sich dabei mit dem von der eNu im Oktober 2025 herausgegebenen Empfehlungspapier.
Stärkste Verbesserung bei ehemals intensiv genutztem Grünland
Der ökologische Zustand des Ausgangsstandortes von Freiflächen-PV-Anlagen auf die Entwicklung der Biodiversität ist ein spannender Aspekt im Policy Brief. So zeigt eine anschauliche Grafik, dass die größte ökologische Verbesserung auf jenen Flächen erzielt werden kann, die vor Installation der Freiflächen-PV-Anlage intensiv genutztes Grünland waren. Hier kann die Verringerung der Nutzungshäufigkeit (z.B. seltenere Mahd) Vorteile für Arten und Lebensräume bringen. Ökologisch wertvolle Flächen hingegen sollten nicht unbedingt für Freiflächenanlagen herangezogen werden, da sich ihr Biodiversitätswert durch den baulichen Eingriff verschlechtern kann.
Tipps von der Planung bis zur Betriebsphase
Darüber hinaus wird auch noch auf die Aspekte der Anlagenplanung, der Bauphase, sowie der Betriebsphase eingegangen. Schließlich fokussiert das Papier auf die Elemente einer naturverträglichen Gestaltung und zeigt im Kapitel „Handlungsempfehlungen für neue Rahmenbedingungen“ auf, welche Wissenslücken geschlossen werden müssen sowie welche Förder- und Genehmigungskriterien für deren erfolgreiche Umsetzung nötig wären.