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Stechapfel

Beim Stechapfel handelt es sich um einen besonders giftigen, auffälligen Neophyten. Er wächst auf nährstoffreichen, gestörten Standorten und stellt ein gesundheitliches Risiko dar.

Stechapfel mit Frucht
Der Stechapfel ist stark giftig, in der Landwirtschaft sorgt er oft für Probleme.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung: Datura stramonium
  • einjährige krautige Pflanze (Höhe bis ca. 1,5 m)
  • stark verzweigter Stängel
  • große, unregelmäßig gelappte Blätter mit intensivem Geruch
  • große, weiße bis violette, trichterförmige Blüten
  • stachelige, kugelige Fruchtkapseln

Besonderheit

Alle Teile der Pflanze sind stark giftig – er enthält Alkaloide (vor allem Atropin, Scopolamin, Hyoscyamin). Schon bei geringen Mengen kann es zu schweren Vergiftungen kommen. Begleitende Symptome sind häufig Halluzinationen, Krämpfe und Kreislaufprobleme.

Lebensraum & Lebensweise

  • liebt nährstoffreiche, gestörte Standorte wie Äcker, Komposthaufen oder Baustellen
  • Vermehrung ausschließlich über Samen
  • tritt oft in warmen Sommer vermehrt auf
  • kann landwirtschaftliche Flächen beeinträchtigen

Was noch interessant ist

Früher wurde der aus Amerika stammende Stechapfel als Heilpflanze genutzt. Heute steht seine Giftigkeit im Vordergrund. Der Stechapfel kann in der Landwirtschaft zu Problemen führen. Er gehört zu den Nachtschattengewächsen.

Bekämpfung

  • vor der Fruchtbildung ausreißen
  • nur mit Handschuhen arbeiten
  • ganze Pflanze entfernen
  • Entsorgung in NÖ: ausschließlich gut verpackt im Restmüll entsorgen, nicht kompostieren oder in die Biotonne

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