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Schwarzspecht

Der Schwarzspecht ist der „Zimmermann des Waldes“ und zugleich die größte heimische Spechtart.

Schwarzspecht hockt vor seiner Baumhöhle auf einer Rotbuche.
Der Schwarzspecht zimmert große Baumhöhlen, die von bis zu 58 Tierarten nachgenutzt werden.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung: Dendrocopos martius
  • Ordnung: Spechtvögel (Piciformes)
  • Familie: Spechte (Picidae)
  • größte heimische Spechtart
  • einziger größerer Vogel mit rotem Genickfleck oder feuerrot leuchtendem Scheitel
  • "Zimmermann des Waldes"
  • Männchen: weißes Auge, elfenbeinfärbigen Schnabel und rote Kopfplatte
  • bei Weibchen beschränkt sich Rot auf kleinen roten Fleck am Hinterkopf
  • Flanken durchgehend gestrichelt und zum Schwanz hin von blassrosa zu hellrot übergehend gefärbt
  • Schnabel vergleichsweise lang und kräftig
  • hat als einzige Spechtart einen weißen Bürzel (im Flug auffällig)

Besonderheit

Wenn keine zu schneereichen Winter und damit einhergehende Nahrungsengpässe auftreten, sind Schwarzspechte weitgehend ortstreu. Sollten Jungvögel keine Reviere finden, können sie bis zu einige 100 km weit wandern.

Lebensraum & Lebensweise

  • ausgedehnte und ruhige Wälder
  • besiedeln jeden Wald, solange ein gewisser Nadelholzanteil vorhanden ist
  • bevorzugt auch liegendes Totholz, morsche Holzstümpfe und viele starke Stämme
  • jedes Paar hat Revier von oft mehreren Quadratkilometern
  • frisst Käfer und deren Larven im Holz und unter der Rinde, sowie holz- oder totholzbewohnende Ameisenarten
  • Brut im April: Bruthöhle als einzige Spechtart ovalförmig
  • Lebenserwartung bis zu 14 Jahre
  • gefährdet aufgrund natürlicher Feinde: Habicht & Marder
  • Ruf: typisch sind lautes "Kliklikliklikli" im Flug und ein etwas wimmerndes "Klüe" im Sitzen
  • auch im zukünftigen Nationalpark Kampwald zu finden (z.B. Naturschutzgebiet im Dobratal)

Was noch gut zu wissen ist

Der Bau der bis zu 40 cm großen Bruthöhle dauert bis zu einem Monat. Beide Partner beteiligen sich am Auszimmern, den Innenausbau übernehmen eher die Männchen. Da die Höhlen mit bis zu 60 cm Tiefe besonders geräumig sind, gibt es bis zu 58 (!) potenzielle Nachnutzer (z. B. verschiedene Eulenarten, Gänsesäger, Bilche, Hornissen...).

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