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Riesen-Goldrute

Die Riesen-Goldrute ist eine invasive Pflanzenart, die besonders an feuchten Standorten dichte Bestände bildet. Sie breitet sich stark über Rhizome aus und verändert die Zusammensetzung von Lebensräumen.

Riesen-Goldrute
Die Riesen-Goldrute ist eine invasive Art, die besonders an feuchten Stellen dichte Bestände bildet.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung: Solidago gigantea
  • mehrjährige, kräftige Pflanze (bis ca. 2,5 m hoch)
  • glatter, oft rötlich überlaufener Stängel (weniger behaart als bei der Kanadischen Goldrute)
  • lanzettliche Blätter
  • gelbe Blüten in großen, locker aufgebauten Rispen
  • starkes Rhizomwachstum

Besonderheit

Die Riesen-Goldrute bildet besonders dichte unterirdische Rhizomnetze, wodurch sie schwer zu bekämpfen ist und sich rasch ausbreitet.

Lebensraum & Lebensweise

  • bevorzugt feuchtere Standorte als die Kanadische Goldrute, z. B. Uferbereiche und feuchte Wiesen
  • bildet dichte Monokulturen
  • verdrängt heimische Arten effektiv
  • verändert die Struktur von Lebensräumen

Was noch interessant ist

Sie stammt aus Nordamerika und kam als Zierpflanze nach Europa, sie wird oft mit der Kanadischen Goldrute verwechselt. Die Riesen-Goldrute hat allerdings einen glatteren Stängel. Verwechslungsgefahr besteht außerdem mit der bei uns heimischen Echten Goldrute (Solidago virgaurea) verwechselt. Sie ist kleiner, wächst oft einzeln oder locker verteilt und ist beliebt bei Insekten. Sie ist ökologisch wertvoll.

Bekämpfung

  • mehrmals jährlich mähen
  • Rhizome möglichst vollständig ausgraben
  • über mehrere Jahre wiederholen
  • Entsorgung in NÖ: kleine Mengen ohne Rhizome und Samen dürfen in Biotonne, größere Mengen zum Umweltverband/Grünschnittplatz/Wertstoffzentrum, Rhizome getrennt in den Restmüll

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