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Pflegeeinsatz für Heißländeflächen

Nach dem Motto "Gemeinsam für den Erhalt der Artenvielfalt" fand Ende September in der Doislau bei Amstetten ein Pflegeeinsatz statt. In Kooperation mit der Gemeinde Euratsfeld und Freiwilligen wurde am Erhalt der naturschutzfachlich wertvollen Heißländeflächen gearbeitet.  

Mit Traktoren werden die wertvollen Flächen gemäht.
Die Gemeinde Euratsfeld unterstützt mit Maschinen und Manpower.

Heißländen sind trockene und heiße Lebensräume, die zusätzlich von umgebendem Gebüsch vor Windeinfluss geschützt sind. Solche Lebensräume sind z.B. im ehemaligen Ybbsflußverlauf entstanden. Dort gedeihen besondere Orchideen wie die Hummelragwurz und die Pyramidenhundswurz. Es gibt gefährdete Schmetterlinge und seltene Wildbienen, die die dort vorkommenden Blüten besuchen.

Regelmäßige Pflege für Naturschutzflächen 

Der Pflegeeinsatz in der Doislau ist Teil eines langjährigen Projektes, das im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung NÖ initiiert wurde. Die regelmäßige Mahd ist für den Erhalt dieser besonderen Lebensräume von großer Bedeutung, da dadurch verhindert wird, dass die Flächen zunehmend von höherwüchsigen Gräsern und Gehölzen überwachsen werden. So bleiben die mageren, offenen Wiesen erhalten, die für viele seltene Pflanzenarten ideale Bedingungen bieten. Mit den jährlichen Pflegeeinsätzen wird ein wertvoller Beitrag zum Schutz der heimischen Artenvielfalt und zum Erhalt der besonderen Naturflächen in der Doislau - im Europaschutzgebiet NÖ Alpenvorlandflüsse - geleistet.

Gemeinschaftsprojekt

Bereits seit beinahe einem Jahrzehnt unterstützt die Gemeinde Euratsfeld vorbildlich die Pflege der Heißländeflächen. Unter naturschutzfachlicher Anleitung wird die jährliche Mahd vom Gemeindearbeiter mit dem gemeindeeigenen Rasenmähtraktor durchgeführt. Das gemähte Material wird gesammelt und abgeführt, um eine Nährstoffanreicherung auf den Flächen zu vermeiden. Bereiche, die aufgrund ihrer Unebenheit oder des vorhandenen Gesteins nicht mit dem Traktor bearbeitet werden können, werden mit der Motorsense gemäht. Gleichzeitig werden dabei aufkommender Gehölzbewuchs und Jungwuchs am Rand der Flächen zurückgedrängt. 

Freiwillige vor

Zusätzlich hat sich in der Doislau ein kleiner Trupp von Freiwilligen gefunden, die die Pflegemaßahmen in der Doislau unterstützen. Sie halfen auch heuer beim Zusammenrechen des Schnittgutes mit und erwiesen sich als große Stütze beim Einsatz. 

Erfolgreich

Die jahrelange Pflege der Flächen trägt Früchte. Heuer konnte beispielsweise eine deutliche Zunahme der seltenen Orchideenart Pyramidenhundswurz beobachtet werden, außerdem hat der Enzianbestand zugenommen. 

Durch das gemeinsame Engagement von Gemeinde sowie freiwilligen Helferinnen und Helfer bei Mahd und Schnittgutübernahme, gelingt es die ökologisch wertvollen Flächen für kommende Generationen zu erhalten.