Naturschutzgebiet Rabensburger Thaya-Auen

Die Rabensburger Thaya-Auen wurden 1982 zum Naturschutzgebiet erklärt. Insbesondere für Wat- und Wasservögel sind die zeitweise überschwemmten Wiesenreste ein wahres Paradies.

Cygnus olor

Short Facts


Größe: ca. 365 ha
Schutzgebietsstatus: Naturschutzgebiet
Bezirk: Mistelbach
Highlight: zahlreiche Wat- und Wasservögel

Kontakt

Naturschutzbund NÖ
Mariannengasse 32/2/16, 1090 Wien
+43 1 402 93 94
noe@naturschutzbund.at
www.noe-naturschutzbund.at


Die Überschwemmungswiesen sind nicht nur eine beeindruckende Landschaft, sie stellen auch einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und Pflanzen dar. Das Mosaik aus Feucht-, Frisch- und Trockenwiesen ist ein ideales Brutgebiet für Watvögel, wie etwa den Rotschenkel und die Bekassine (den Vogel des Jahres 2013). Auch Störche und seltene Greifvögel wie Schwarz- und Rotmilan fühlen sich hier wohl.

Die alten für das Gebiet charakteristischen Kopfweiden sind ein wesentlicher Bestandteil der Kulturlandschaft an Thaya und March und erzählen von der einstigen Nutzung als Brennstoff und Korbflechtholz. Die knorrigen, von Hohlräumen durchsetzten Stämme bieten zudem Brutmöglichkeiten für Eulen und andere höhlenbrütende Arten. Auch Fledermäuse und andere Säugetieren finden hier Unterschlupf.

Die Situation hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert. Die Wiesen wurden nicht mehr ausreichend gemäht und verbuschten. Kopfweiden brachen unter der Last durchgewachsener Äste zusammen. Im Rahmen von Pflegemaßnahmen durch den NÖ Naturschutzbund werden die Wiesen nun zweimal pro Jahr - nach Ende der Überschwemmungsperioden - gemäht. Somit tragen die heimischen Bauern entscheidend dazu bei, dass die seit 280 Millionen Jahren existierenden Urzeitkrebse auch weiterhin ideale Bedingungen vorfinden.

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