Naturschutzgebiet Pielachmündung-Steinwand

Das Naturschutzgebiet Pielachmündung - Steinwand liegt am Zusammenfluss von Pielach und Donau. Das Naturschutzgebiet besteht seit 2014 und ist Teil der Europaschutzgebiete Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse und Pielachtal.

Aulandschaft

Short Facts

Größe: ca. 26 ha
Schutzgebietsstatus: Naturschutzgebiet
Bezirk: Melk
Highlight: Eichen-Hainbuchenwälder, Trockenrasenreste, Altholzbestände, Felsformationen


Die Pielachmündung und die Steinwand sind bereits ein Naturschutzgebiet, das im Rahmen des LIFE-Natur Projektes „Lebensraum Huchen“ errichtet wurde. Das Gebiet liegt nordwestlich von Melk. Eine Besonderheit ist die Verzahnung von Eichen-Hainbuchen-Wäldern mit felsigen Trockenrasenresten. Dazu kommen noch naturnahe Schotterbänke und Uferabschnitte an der Pielach und die imposanten Felsabstürze der Steinwand. Dabei handelt es sich um Lebensräume, denen europäische Bedeutung zukommen.

Das Waldgebiet weist naturbelassene Altholzbestände auf, die durchsetzt sind von beeindruckenden Felsformationen. Hier wurden bislang 40 gefährdete Pflanzenarten nachgewiesen, darunter beide heimischen Kuhschellen (Pulsatilla grandis und P. pratensis), Waldsteppen-Anemone (Anemone sylvestris), Hochstängel-Kugelblume (Globularia punctata) und Essigrose (Rosa gallica). Die Steinwand ist außerdem das einzige Vorkommen der Bergminze (Calamintha einseleana) im Bezirk Melk. Die Wälder an der Pielach sind teilweise weit über 100 Jahre alt und bieten zahlreichen Tieren Lebensraum. Eisvogel, Flussuferläufer und Wasseramsel sind hier ebenso zu finden wie Biber und Fischotter. Die Wälder bieten ideale Bedingungen für höhlenbrütende Vogelarten und zahlreiche Fledermäusen, darunter die europaweit gefährdete Bechstein-Fledermaus und die Mopsfledermaus.

Für die Erhaltung der naturnahen Waldbestände und Felstrockenrasen sowie des naturnahen Pielachabschnittes sind Pflegemaßnahmen notwendig. Dazu gehören vor allem das Entfernen von Neophyten, im Besonderen der standortfremden Robinie. Die Pflegemaßnahmen werden im Rahmen des von der EU und dem Land NÖ geförderten Projektes Schutzgebietsbetreuung an der Pielach, welches ein Teil des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ ist, durchgeführt.

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