Naturschutzgebiet Lainsitzniederung

Das Naturschutzgebiet Lainsitzniederung im Nordwestlichen Waldviertel wurde 2000 beschlossen. Es liegt auch im Ramsargebiet „Waldviertler Teiche, Moore und Flußlandschaften“ und im Europaschutzgebiet „Waldviertler Teich-, Heide-, Moorlandschaft und Waldviertel"

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Short Facts

Größe: 134,96 ha
Schutzgebietsstatus: Naturschutzgebiet
Bezirk: Gmünd
Highlight: Wachtelkönig


In der Lainsitzniederung gibt es überwiegend extensiv bewirtschaftete artenreiche Wiesen. Die Lainsitz ist hier frei mäandrierend. Die Flussniederung wird bei jährlichen Hochwässern meist zur Gänze überflutet. Durch die natürliche Flussdynamik entsteht eine hohe Vielfalt an Naturelementen. Die Reste der ehemals ausgedehnten Aulandschaft nördlich von Gmünd sind der größte naturnah erhaltene Mäanderabschnitt (Mäander = Flussschlinge) aller Mittelgebirgsflüsse Niederösterreichs. Hier sind die letzten großen Auwiesenniederungen des Waldviertels.

Die Lainsitzwiesen zählen zu den regional bedeutenden Wasservogelbrutgebieten Österreichs, zum Beispiel kommt der Wachtelkönig vor. Auch wegen der Schmetterlinge, wie zwei nachgewiesenen Arten des Wiesenknopf-Ameisenbläulings und 29 nachgewiesenen Libellenarten, wie der Grünen Flussjungfer,  ist das Gebiet einzigartig. Die Lainsitzniederung ist auch ein Kerngebiet des österreichischen Fischottervorkommens, das eine wichtige Verbindung zur starken tschechischen Otterpopulation darstellt. So ist das Naturschutzgebiet von nationaler und europäischer Bedeutung. Es darf nicht betreten werden.

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