Moorschutz im Waldviertel

Der Schwerpunkt auf dem Handlungsfeld „Moore“ besteht seit Beginn des Schutzgebietsnetzwerkes im Waldviertel 2014. Weitere priorisierte Handlungsfelder sind zur Zeit Magerrasen und die Teiche im Waldviertel.

Wollgras im Waldviertler Moor

Moore zählen zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen Österreichs. Im Projekt wurden Hochmoore und Übergangsmoore bearbeitet.

Besonderer Lebensraum

Österreich hat bezüglich den Moorlebensräumen eine besondere Verantwortung innerhalb der EU und es besteht dringender Handlungsbedarf, da sich die meisten Hochmoore in einem schlechten Erhaltungszustand befinden. Im Arten- und Lebensraumtypenschutz in NÖ“ ist das Handlungsfeld „Moore im nordwestlichen Waldviertel“definiert.

Grenzüberschreitende Kooperation

Gefährdungen umfassen in erster Linie die Veränderung durch Entwässerung oder Abtorfung der Moore, Aufforstungen, intensivere Forstwirtschaft, Pegelabsenkungen im Wassereinzugsgebiet. Auch Nährstoffeinträge aus der Atmosphäre oder angrenzenden Flächen und Gewässern führt zu Problemen. Ausgehend von diesen Gefährdungen ist die Erhaltung und Wiederherstellung einer intakten Moorhydrologie oberstes Ziel. Dies trifft für alle Moorlebensräume zu. Dieses Projekt diente als Vorbereitung für das grenzüberschreitendes INTERREG-Projekt "Connecting Nature AT-CZ" das 2017 eingereicht wurde und das im Jahr 2018 gestartet worden ist.

Dieses Vorprojekt umfasste die Sammlung projektrelevanter Daten zu den Mooren im Waldviertel, Expertenrunden sowie gezielte Gespräche mit Artexperten. Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Schutzgebietsbetreuung in Niederösterreich. Das Schutzgebietsnetzwerk NÖ wird von der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ koordiniert.

Projektdaten

Projektträger: Niederösterreichische Energie- und Umweltagentur Betriebs-GmbH
Projektlaufzeit: 2014 – 2017
betroffene Regionen: Waldviertel, Weinviertel