Natur verbindet - Connecting Nature AT-CZ

Das Projekt „Connecting Nature AT-CZ“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebensräume zwischen den NÖ Kalkalpen, Waldviertel, Weinviertel, den Böhmisch-Mährischen-Höhen bis zu den Karpaten großräumig zu vernetzen und die Kernlebensräume zu erhalten.

Short-Facts

Laufzeit: Okt. 2017 bis Dez. 2020
Gesamtbudget: ca. 2,17 Mio grenzüberschreitend
(mit 85% EFRE-Förderung)
Projektpartner: 11 Partner
(Österreich und Tschechien)
Kick-Off: 2. Mai 2018 im Retzer Rathaus

Der gemeinsame Landschaftsraum zwischen den NÖ Regionen Mostviertel, Waldviertel, Weinviertel und den Kreisen Südböhmen, Vysocina und Südmähren wird durch Verbauung, Straßen und intensive Nutzung zunehmend zerschnitten. Dadurch fällt es Wildtieren immer schwerer Migrationskorridore zu finden. Das hat zur Folge, dass wichtige Schutzgebiete und naturnahe Landschaften wie die Nationalparks Thayatal und Podyji oder die Ramsargebiete und Moore des Waldviertels und Südböhmens isoliert und durch fehlenden Artenaustausch in ihrer Biodiversität beeinträchtigt werden. Durch Torfabbau und Entwässerung werden die Kernlebensräume zusätzlich noch beeinträchtigt.

Projektziel und Arbeitspakete

Um die großräumige Lebensraumvernetzung zwischen den betroffenen Gebieten zu sichern und damit die Kernlebensräume durch abgestimmte Maßnahmen zu erhalten, wurden im Zuge des Projektes „Crossborder Habitat Network and Management – Connecting Nature AT-CZ (ConNat AT-CZ)“ Arbeitspakete erstellt, um die Natura 2000-Schutzziele umzusetzen und die Biodiversität sowie die Attraktivität der Erholungsräume für die Bevölkerung zu fördern.

ExpertInnen aus Naturschutz, Wildtierökologie und Regionalplanung arbeiten grenzüberschreitend an:

  • einem Aktionsplan zur Sicherung von Wildtierkorridoren
  • Moorkonzepten und -renaturierung
  • der Verbesserung der Biodiversität in Waldlebensräumen und einem Bestandsstützungskonzept für Wildkatzen in  den Nationalparks Thayatal und Podyjí
  • einem Austausch der beteiligten Regionen im praktischen Schutzgebietsmanagement

Breite Projektpartnerschaft

An diesem Projekt arbeiten 11 Partner aus Österreich (6) und der Tschechischen Republik (5). Zu den Partnern zählen Landes- bzw. Kreisverwaltungen, Universitäten, Schutzgebietsverwaltungen und NGOs.

  • Leadpartner ist der Nationalpark ThayatalLead; Biodiversität im NP/ Wildkatze
  • Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz mit eNu – Kommunikation; Grenzüberschreitender Austausch zum Schutzgebietsmanagement
  • NÖ.Regional.GmbH - Projektkoordination, Kommunikation und Lebensraumvernetzung
  • Universität für Bodenkultur WienLebensraumvernetzung und Wildtierkorridore
  • Österreichische Bundesforste AGMoore und Lebensraumvernetzung
  • Österreichischer Naturschutzbund, Landesgruppe Niederösterreich - Moore
  • Agentur für Naturschutz der Tschechischen RepublikLebensraumvernetzung und Wildtierkorridore; Grenzüberschreitender Austausch zum Schutzgebietsmanagement
  • Botanisches Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften – Moore
  • Kreis Südböhmen, Sektion Umwelt, Landwirtschaft und ForstwirtschaftMoore; Lebensraumvernetzung und Wildtierkorridore
  • Kreis VysočinaLebensraumvernetzung und Wildtierkorridore
  • Nationalpark PodyjíBiodiversität im NP/ Waldlebenräume

Strategischer Partner für Moore ist der Nationalpark Šumava (Grenze Tschechien zu OÖ)

Rückblick Projektstart

Das Projekt begann mit der Kick-Off Veranstaltung am 2. Mai 2018 in Retz, Niederösterreich. Neben den Zielen und Eckpunkten des Projektes wurde in einer spannenden Interviewrunde mit Martin Eichtinger, NÖ Landesrat für Wohnbau, Arbeit u. internationale Beziehungen, Pavel Hroch, Landeshauptfraustellvertreter des Kreises Südböhmen und Kreisrat für Umwelt und Kultur und Martin Hyský, Kreisrat für Forst- und Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt des Kreises Vysočina auf die Themen Naturraum und Regionalentwicklung eingegangen.

Im Anschluss wurden die TeilnehmerInnen mit Informationen zu spannenden Themen wie beispielsweise der Lebensraumvernetzung am Beispiel des Alpen-Karpaten-Korridors, der Moorrenaturierung zwischen dem Waldviertel und Südböhmen und dem grenzüberschreitenden Austausch zum Schutzgebietsmanagement versorgt.
 

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