Lurch des Jahres 2016: Der Feuersalamander

Der schwarz-gelbe Feuersalamander (Salamandra salamandra salamandra) wurde heuer zum Lurch des Jahres ernannt. Noch ist er europaweit verbreitet, aber in vielen Regionen gehen die Bestände zurück. In Österreich gilt das „Regenmandl“ – wie der Feuersalamander auch genannt wird – bereits als gefährdete Amphibienart.

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Lebensraum und Verbreitung

Der Feuersalamander bevorzugt Laubmischwälder wie etwa Buchenwälder mit kleinen Fließgewässern und Gräben. Die typischen Laichgewässer haben ganzjährig niedrige Temperaturen zwischen 8 und 11°C und zeichnen sich durch einen hohen Sauerstoffgehalt aus. Um die Entwicklung abschließen zu können, müssen die Gewässer während des ganzen Jahres Wasser führen. Der Feuersalamander ist über weite Teile Europas verbreitet. In Österreich ist er vor allem im Hügelland und in den Kalkalpen zwischen dem nördlichen Salzburg und dem Wienerwald, sowie in Kärnten und der Steiermark zu finden. Seine Verbreitung stimmt zumeist mit jener der Rotbuche überein.

Verhalten und Lebensweise

Der Lurch des Jahres 2016 sondert über Hautdrüsen das Gift Samandarin ab, welches ihn vor Fressfeinden schützt, das für den Menschen jedoch ungefährlich ist. Der Feuersalamander ist hauptsächlich bei regnerischem Wetter und des Nachts aktiv, wobei er zweimal pro Jahr besonders viel unterwegs ist. Einmal von Anfang März bis Ende Mai zur Phase der Larvenablage und im Herbst bei seinen Wanderungen in die Winterquartiere. Überwintert wird in Löchern oder Höhlen im Boden. Teilweise finden sich die Tiere dazu in Gruppen zusammen, obwohl der Feuersalamander eigentlich ein Einzelgänger ist. Zur Nahrung des Lurches zählen hauptsächlich Insekten, Asseln, Regenwürmer, Schnecken und Fliegenlarven. Die heimischen Feuersalamander erreichen eine Größe von 16 - 20 Zentimetern und werden zwischen 20 und 25 Jahre alt.

Larven

Der Feuersalamander ist der einzige Schwanzlurch, der Larven ablegt. Das Weibchen presst dabei im Frühling  durchschnittlich 30 Larven ins Wasser. Auffällige Kiemenbüschel links und rechts am Kopf, vier Beine mit gelben Flecken am Beinansatz, Augen und Schwanzflossen zeichnen die Feuersalamander-Larven aus. Sie erreichen eine Größe zwischen 25 und 35 Millimeter. Die Umwandlung der Larven dauert etwa 4 Monate. In dieser Zeit bilden sich die Kiemen zurück und es entwickeln sich Lungen. Nach der Metamorphose dauert es noch etwa 2 - 3 Jahre, bis die Tiere ausgewachsen und die Giftdrüsen voll ausgebildet sind.

Gefährdung

Eine der größten Gefahren für die Lurche ist der Straßenverkehr. Sehr häufig werden sie bei den Wanderungen zu Laichgewässern und Winterquartieren überfahren. Aber auch der Rückgang von Quellen, Bächen oder Feuchtgebieten, etwa durch landwirtschaftliche Eingriffe, Rodungen, Gewässerverschmutzung, Straßenbau, Fischbesatz, aber auch den Bau von Wasserkraftschnecken oder Gewässerregulierungen, führen zu Lebensraumverlusten. Auch ein neu entdeckter Pilz stellt eine Bedrohung dar.

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