Landschaftspflege in den Hainburger Bergen

Im Europaschutzgebiet Hundsheimer Berge ging kürzlich die Pflegewoche über die Bühne, am 12. Mai fand eine geführte Wanderung statt.

Am 12. Mai findet eine geführte Wanderung auf den Hundsheimer Berg statt.

Am Samstag, den 7. April 2018 fand bei schönstem Frühlingswetter der diesjährige Pflegeeinsatz der Gemeinde Berg auf der Königswarte statt. Neben tatkräftiger Mithilfe von Bürgermeister Hammer und Altbürgermeister Hartl, dem Team der Lokalen Agenda 21-Gruppe und dem Dorferneuerungsverein der Gemeinde Berg halfen insgesamt 16 Freiwillige mit, die wertvollen Trockenrasen im Europaschutzgebiet Hundsheimer Berge von aufkommenden Büschen zu befreien.

Auch die Jugend war tatkräftig am Werk. Die Arbeiten fanden unter fachkundiger Anleitung von Schutzgebietsbetreuer Thorsten Englisch und dem professionellen Landschaftspfleger Andreas Straka sowie mit Unterstützung durch die Gemeinde Berg, den Naturschutzbund NÖ und die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, allesamt Partner im Schutzgebietsnetzwerk NÖ, statt.

Auf einer bereits stark verbuschten Trockenwiese wurden vor allem vordringender Schlehdorn und Liguster entfernt und so der Lebensraum einer Vielzahl an seltenen Tier- und Pflanzenarten verbessert. Die Arbeit ging mit drei Motorsensen flott voran, auch das von der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ bereitgestellte Werkzeugset hat sich bewährt. Beim Abtransport des Schnittguts unterstützte die Gemeinde Berg mit dem gemeindeeigenen Traktor.

Die „Nacharbeiten“ werden von Eseln und Ziegen des Hundsheimer Betriebs ZiGu Ziegenhof erledigt, welche in ca. vier Wochen auf der Weide die neu austreibenden Gehölztriebe verspeisen und so den Trockenrasen kurzhalten. Die regionalen Produkte aus dem Naturschutzgebiet können ab Hof in Hundsheim oder auf den Wochenmärkten in Hainburg und Bruck an der Leitha erworben werden.

Trockenrasenpflege am Spitzerberg – Gemeinde Prellenkirchen

Mit großem Einsatz von Bürgermeister Köck, GemeindemitarbeiterInnen und Freiwilligen fand am 10. April 2018 der diesjährige Pflegeeinsatz am Spitzerberg statt. Am Rand des Naturschutzgebietes wurde unter fachkundiger Anleitung von Experten  eine Trockenböschung von dicht wachsenden Götterbaum-Jungtrieben befreit und eine von vordringenden Gebüschen bedrängte Trockenraseninsel geschwendet. Ausgerüstet mit Handschuhen, Astscheren und Motorsense gingen die neun Helferinnen und Helfer gegen Liguster und Hartriegel vor, Götterbäume wurden ausgerissen und junge Eschen mit der Motorsäge geschnitten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Am Nachmittag fanden sich noch Praktikantinnen und Praktikanten vom Nationalpark Donau-Auen ein. Gemeinsam mit Vladimir Vavacek, einem ehrenamtlich tätigen Arten- und Gebietskenner, und der Wildtierökologin Barbara Hildebrandt wurden Nisthilfen für den Wiedehopf endgefertigt und an geeigneten Standorten angebracht. Die gemeinsam mit der Jägerschaft ausgewählten Brutplätze wurden von sperrigem Weißdorn und stacheligen Rosen befreit, größere Gebüsche wurden zurückgeschnitten. Als Höhlenbrüter ist der Wiedehopf (Upupa epops) auf Nistmöglichkeiten in alten Bäumen angewiesen, die in der umliegenden Landschaft aber nicht mehr in ausreichendem Ausmaß zu finden sind. Nistkästen in Weingärten und auf strukturreichen Trockenrasen sollen deshalb Abhilfe schaffen und den Lebensraum attraktiver machen. Es besteht die Hoffnung, dass sich damit der Bruterfolg vom letzten Jahr wiederholt und der auffällige Wiedehopf im Gebiet wieder in größerer Zahl heimisch wird.


Alle Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Die nächsten Freiwilligen-Biotoppflegeeinsätze im Rahmen der Pflegewoche Hainburger Berge sind für Herbst 2018 geplant. Sobald die Termine feststehen, werden diese im Veranstaltungskalender hier auf der Website bekanntgegeben.

Die Aktivitäten finden im Rahmen der von der EU und dem Land NÖ geförderten Projekte „Pflegewochen in den Hainburger Bergen“ und „Managementmaßnahmen und Schutzgebietsbetreuung im Europaschutzgebiet Hundsheimer Berge“ statt und sind ein Beitrag zur Schutzgebietsbetreuung im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ.

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