Kirschlorbeer

Mit der Ernennung des Kirschlorbeers zum Alien des Jahres 2026 möchte der Naturschutzbund auf diesen weitverbreiteten Neophyten aufmerksam machen und ein Bewusstsein für seine Auswirkungen auf die Umwelt schaffen.

Kirschlorbeer mit kräftig grünen Blättern und schwarzen Beeren in der Nahaufnahme

Der Kirschlorbeer wurde zum Alien des Jahres 2026 gewählt.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung: Prunus laurocerasus
  • immergrüne, widerstandsfähige und schnellwüchsige Hecke
  • zersetzungsresistente dunkelgrüne Blätter
  • lange, dichte, vielblütige Trauben als Blütenstände mit angenehmen Duft
  • Beeren sind schwarzglänzend und kugelförmig
  • alle Pflanzenteile sind giftig

Besonderheit

Der Kirschlorbeer kann sich schnell ausbreiten. Möglich ist das über den Weitertransport seiner Früchte oder durch Absenker. Dabei handelt es sich um Triebe, die sich Richtung Boden entwickeln und neu verwurzeln. Außerdem ist eine Verbreitung aus abgetrennten Pflanzenteilen oder durch Schösslinge möglich.

Lebensraum & Lebensweise

  • mittlerweile invasiv geworden und tief in Wäldern und an Wiesenrändern zu finden
  • mit dichtem Blattwerk und starker vegetativer Vermehrung wird heimischen Arten Licht und Nährstoffe entzogen oder diese gleich unterdrückt
  • natürliche Waldverjüngung stark minimiert
  • kaum positive Auswirkungen auf Natur: wenige Bestäuber und bietet nur wenigen Arten Nahrung

Was noch interessant ist

Der Kirschlorbeer stammt aus Südosteuropa und Kleinasien und wurde bereits im 16. Jahrhundert als Zierpflanze eingesetzt. In der Schweiz ist der Verkauf dieser invasiven Art bereits seit 1. September 2024 verboten, in Deutschland wird über ein Verbot diskutiert.