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Kanadische Goldrute

Die Kanadische Goldrute ist weit verbreitet. Durch schnelles Wachstum und vegetative Vermehrung (Rhizome) bildet sie oft große Bestände und verdrängt heimische Pflanzen.

Kanadische Goldrute
Die Kanadische Goldrute verdrängt heimische Arten durch ihre dichten Bestände.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung: Solidago canadensis
  • mehrjährige krautige Pflanze (bis ca. 2 m Höhe)
  • aufrechter Stängel, oft leicht behaart
  • schmale, lanzettliche Blätter
  • zahlreiche kleine, gelbe Blüten in dichten, rispenähnlichen Blütenständen
  • bildet unterirdische Ausläufer (Rhizome)

Besonderheit

Die Kanadische Goldrute breitet sich sowohl über Samen (generative Vermehrung) als auch über Rhizome (vegetative Vermehrung) aus und kann dadurch schnell große, dichte Bestände bilden.

Lebensraum & Lebensweise

  • besiedelt Wiesen, Brachflächen, Straßenränder und Waldränder
  • verdrängt heimische Pflanzenarten durch dichte Bestände
  • verändert Bodenverhältnisse und Lichtverfügbarkeit
  • nur begrenzter Nutzen für spezialisierte heimische Insekten

Was noch interessant ist

Die Kanadische Goldrute wurde im 17. Jahrhundert aus Nordamerika als Zierpflanze eingeführt. Sie wird oft mit der bei uns heimischen Echten Goldrute (Solidago virgaurea) verwechselt. Sie ist kleiner, wächst oft einzeln auf Magerrasen oder locker verteilt und ist beliebt bei Insekten. Sie ist ökologisch wertvoll und bildet keine Rhizome.

Bekämpfung

  • mehrmals jährlich mähen
  • Rhizome möglichst vollständig ausgraben
  • über mehrere Jahre wiederholen
  • Entsorgung in NÖ: kleine Mengen ohne Rhizome und Samen dürfen in Biotonne, größere Mengen zum Umweltverband/Grünschnittplatz/Wertstoffzentrum, Rhizome getrennt in den Restmüll

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