Japankäfer
Beim Japankäfer (Popillia japonica) handelt es sich um einen aus Ostasien eingeschleppten Käfer. Er zählt in der EU zu den besonders regulierten Pflanzenschädlingen.
Durch seine große Anzahl an Wirtspflanzen richtet er zum Teil große Schäden an öffentlichen Grünanlagen, im Gartenbau und auch in der Landwirtschaft an. In Niederösterreich wurde lt. AGES (Stand: 4.8.2026) der Japankäfer bislang nicht nachgewiesen. In Österreich gab es bisher bestätigte Einzelfunde in Vorarlberg und Tirol. Eine dauerhaft etablierte Population ist derzeit nicht bekannt. Der Japankäfer wird österreichweit intensiv überwacht.
Beschreibung & Bestimmungsmerkmale
- wissenschaftliche Bezeichnung: Popillia Japonica
- Größe: 8 bis 12 mm
- metallisch grün glänzender Kopf und Halsschild
- kupferbraune Flügeldecken
- fünf weiße Haarbüschel an jeder Körperseite sowie zwei weitere Haarbüschel am Ende des Hinterleibes
- gedrungener Körperbau
- ähnelt dem heimischen Gartenlaubkäfer, unterscheidet sich aber durch die weißen Haarbüschel
Besonderheit
Der Japankäfer befällt über 300 verschiedene Pflanzenarten. Die erwachsenen Tiere fressen Blätter, Blüten und Früchte. Die Larven leben im Boden und ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen.
Lebensraum & Lebensweise
- adulte Tiere sind vor allem von Juni bis September aktiv
- sie halten sich auf Wiesen, in Gärten, Parks, Weinbergen, Obstgärten und an Waldrändern auf
- Weibchen legen ihre Eier im Boden ab
- Larven entwickeln sich im Boden und fressen Gras- und Pflanzenwurzeln
- Überwinterung als Larve im Boden
Bedeutung für Niederösterreich
Der Japankäfer hat sich bislang hierzulande noch nicht dauerhaft etabliert, sein Vorkommen wird aber überwacht. Aufgrund der vielfältigen Landwirtschaft in NÖ, die von Wein-, Obst- und Ackerbau geprägt ist könne eine Ausbreitung des Käfers erhebliche Folgen haben.
Besonders betroffen wären Weinreben, Obstgehölze, Beerensträucher, er befällt aber auch verschiedene Kulturpflanzen. Eine frühzeitige Erkennung und Meldung verdächtiger Käfer ist wichtig.
Bekämpfung & Meldung
Die Bekämpfung des Japankäfers ist - wenn er sich einmal angesiedelt hat - sehr schwierig. Umso wichtiger ist daher die frühe Erkennung. Bei frühem Einschreiten können Pflanzenschutzmaßnahmen helfen die weitere Ausbreitung des Käfers und Schäden einzudämmen.
Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, sollte bitte:
- ein Foto des Käfers machen,
- den Fundort notieren,
- wenn möglich das Tier sichern,
- den Fund melden.
Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, sollte den Fund möglichst über die Japankäfer-Meldeplattform der AGES melden. Die Meldung wird an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Im Falle eines bestätigten Fundes setzt der Amtliche Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes die notwendigen Maßnahmen.
Vorkommen
Der Japankäfer stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde wahrscheinlich durch den internationalen Warenverkehr nach Europa eingeschleppt. Sein Vorkommen wird in Österreich genau überwacht.
Was sonst noch interessant ist
Es gibt noch andere grün glänzende Käfer. Häufig wird der Japankäfer mit heimischen Arten, wie dem Gartenlaubkäfer und dem Großen Rosenkäfer, verwechselt. Charakteristisch für den Japankäfer sind die weißen Haarbüschel am Hinterleib.
Japankäfer entdeckt?
Nicht jeder grün glänzende Käfer ist ein Japankäfer. Bei Verdacht bitte unbedingt fotografieren oder das Tier sichern und den Fund melden – so kann eine mögliche Ausbreitung früh erkannt werden.