Halsbandschnäpper
Der Halsbandschnäpper nutzt von lichtdurchlässigen, totholzreichen Wäldern über Parks bis in den zukünftigen Nationalpark Kampwald Baumhöhlen zur Brut und ernährt seine Jungen vor allem mit Schmetterlingsraupen.
Beschreibung
- wissenschaftliche Bezeichnung: Ficedula albicollis
- fast sperlingsgroßer Vogel
- charakteristisches Aussehen von Männchen in Balzzeit: schwarzer Halsring, weißer Stirnfleck und weißer Bürzel
- Männchen & Weibchen nach Sommerpause gleich schlicht, graubraune Oberseite ohne weißem Kragen
- kurzer, breiter und an der Basis flacher Schnabel, kräftige Schnabelborsten
Lebensraum und Lebensweise
- Besiedelt lichte, totholzreiche Wälder, Parks und extensiv bewirtschaftete Obstkulturen
- bevorzugt warme Lagen
- nutzen zur Brut ehemals besetzte Baumhöhlen (bis zu 8 Junge)
- ernährt sich von Zwei- und Hautflüglern, Schmetterlingen und Käfern
- für Jungenaufzucht sind Schmetterlingsraupen wichtig
- nutzt im Herbst Früchte und Beeren
- ist aufgrund von Pestiziden in der näheren Umgebung gefährdet
- auch im zukünftigen Nationalpark Kampwald zu finden (z. B. Naturschutzgebiet im Dobratal)
- Zugvogel: überwintert im tropischen Afrika, bei uns von Mai bis September
- Gesang: Mischung aus langsam quietschenden Tönen, "siep"-Rufen und wohltönenden Abschnitten
Besonderheit
Manchmal kommt es in Grenzgebieten zu Mischpartnerschaften mit dem ähnlichen Trauerschnäpper. Daraus gehen unverhältnismäßig viele Männchen hervor, die im Gegensatz zu Weibchen fortpflanzungsfähig sind.