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Götterbaum

Dieser Baum ist ein besonders schnellwachsender und anpassungsfähiger Neophyt, der sich in Städten und gestörten Lebensraum stark ausbreitet. Er ist sehr widerstandsfähig und verdrängt die heimische Vegetation.

Junger Götterbaum im Wald
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Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung: Ailanthus altissima
  • schnellwüchsiger Baum (Höhen bis ca. 25 m möglich)
  • junge Bäume haben eine glatte, graue Rinde
  • sehr große, gefiederte Blätter mit charakteristischem, unangenehmem Geruch
  • unscheinbare gelblich-grüne Blüten
  • bildet zahlreiche geflügelte, propellerähnliche Samen

Besonderheit

Hitze, Trockenheit und Luftverschmutzung können dem Götterbaum kaum etwas anhaben. Er kann sogar aus kleinsten Wurzelresten erneut austreiben und bildet auch Wurzelschösslinge – all das begünstigt seine schnelle, flächige Ausbreitung. Er gilt als einer der problematischsten invasiven Neophyten Europas.

Lebensraum & Lebensweise

  • seine Heimat: Städte, Straßenränder, Bahndämme und Brachflächen
  • verdrängt aufgrund seines schnellen Wachstums, dichten Schattens und des Stoffes Ailanthone, der andere Pflanzen am Wachstum hindert (allelopathisch), die heimische Vegetation
  • ist sehr konkurrenzstark und anpassungsfähig

Was noch interessant ist

Seine ursprüngliche Heimat ist China. Auch er wurde im 18. Jahrhundert als Zierbaum nach Europa gebracht und hat sich hier zu einer der problematischsten invasiven Stadtbäume entwickelt.

Bekämpfung

  • Baum ringeln – Rinde entfernen
  • Wurzelstock entfernen oder regelmäßig zurückschneiden
  • Neuaustriebe kontrollieren
  • Entsorgung in NÖ: Äste zum Grünschnittsammelplatz, Wurzeln zum Umweltverband/Wertstoffzentrum oder in den Restmüll, keine Wurzelreste im Boden lassen

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