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Fransenfledermaus

Eine Fledermaus mit Fransen: Die Fransenfledermaus trägt ihren Namen wegen der steifen Härchen an ihrer Schwanzflughaut – und nutzt diese geschickt bei der Jagd nach Fliegen, Gelsen und anderen Kleintieren.

Fransenfledermaus auf einem Ast
Die Fransenfledermaus nutzt ihre steifen Härchen, denen sie ihren Namen verdankt, zur Jagd.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung: Myotis natteri
  • Körperlänge von 40 - 52 Zentimeter
  • Leichtgewicht mit 5 - 10 Gramm
  • Flügelspannweite 24,5 - 28 Zentimeter
  • Oberseite braun , Unterseite weiß gefärbt
  • Ohren länger als breit (maximal 20 Zentimeter), sehr dünnhäutig und haben einen langen, leicht geschwungenen Ohrendeckel
  • Hinterrand der Schwanzflughaut hat steife, nach unten gebogene Borsten und langen, S-förmig geschwungenen Sporn (wichtigstes Unterscheidungsmerkmal von allen Fledermäusen)

Besonderheit

Das Höchstalter beträgt bei Männchen 21,5 und bei Weibchen 17,5 Jahre.

Lebensraum & Lebensweise

  • in fast ganz Europa zu finden, benötigt abwechslungsreiche Landschaft mit vielfältigen Strukturen
  • ist im Anhang IV der FFH-Richtlinie als streng zu schützende Art gelistet und gilt in Österreich nach der Roten Liste als gefährdet
  • Winterschlaf unterirdisch in Höhlen oder Stollen
  • Paarung erfolgt ab Oktober/November
  • Sommerquartier in Baumhöhlen, Fledermauskästen und Gebäuden, wechseln alle 1 -4 Tage den Standort
  • Wochenstubenquartiere sind ähnlich (in Gebäuden bis zu 200 Weibchen möglich)
  • Jagd erfolgt häufig in Viehställen und Scheunen (vor allem Fliegen)
  • ernährt sich hauptsächlich von Fliegen, Gelsen, Nachtfaltern, Raupen und Spinnen
  • Beute wird wie bei Falken im Rüttelflug erbeutet
  • Jungtiere werden zwischen Ende Mai und Anfang Juni geboren
  • Vorkommen: in ganz Niederösterreich, u.a. im Nationalpark Donau-Auen
  • auch im zukünftigen Nationalpark Kampwald zu finden (z.B. Naturschutzgebiet im Dobratal)

Was noch interessant ist

Ihren Namen hat die Fransenfledermaus von den wie "Fransen" aussehenden, steif gekrümmten Härchen an der Schwanzflughaut. Sie sind wichtig bei der Jagd.