Wilde Bienen im Porträt

In einem im Ulmer-Verlag erschienenen Buch stellt Heinz Wiesbauer über 470 in Mitteleuropa verbreitete Wildbienen-Arten vor.

Wilde Bienen

Nach dem Erfolg der 1. Auflage hat der Autor den Fokus von Österreich auf Mitteleuropa ausgeweitet und über 110 Artenporträts mit zahlreichen Bildern hinzugefügt. Sie geben Einblick in die Biologie und Lebensraumansprüche der Wildbienen. Das Buch soll aufzeigen, wie wir Wildbienen in unserer Kulturlandschaft und im öffentlichen Raum schützen und fördern können. Tipps für Garten und Terrasse sind ebenso enthalten wie Anleitungen für den Bau von Nisthilfen.

Nistplätze für Wildbienen werden selten

Behandelt werden auch die dramatischen Lebensraumveränderungen und die daraus resultierende Gefährdung der Wildbienen. So nimmt das Angebot an geeigneten Nistplätzen durch die immer intensiver werdende Landnutzung stark ab. Im Zuge der Ausräumung der Landschaft werden Kleinstrukturen wie unbefestigte Wege, Ackerstufen, Steilböschungen, Trockenmauern und offene Bodenstellen beseitigt. Im Waldrandbereich verschwinden Bäume mit abgestorbenen Ästen und stehendes Totholz, da sie ein gewisses Unfallrisiko bergen. Aber auch der Spritzmitteleinsatz, die hohen Stickstoffeinträge und der Klimawandel machen den Wildbienen zu schaffen.

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Wildbienen sind wichtig für die Bestäubung

Eine arten- und individuenreiche Wildbienenpopulation ist die beste Voraussetzung für die künftige Bestäubungssicherheit und somit auch für die Landwirtschaft und den Gartenbau von unschätzbarem Wert. Wenn eine Wildbienenart ausfällt, können andere einspringen und dazu beitragen, dass unser Obst und Gemüse ausreichend bestäubt wird. Mehr als 700 Wildbienenarten gibt es in Österreich und sie alle tragen zur Bestäubung unserer Pflanzen bei.