Salzburger Höhlenflohkrebs

Der Salzburger Höhlenflohkrebs (Niphargus salzburgensis) wurde bisher ausschließlich in Höhlen und Quellen in Österreich nachgewiesen.

Salzburger Höhlenflohkrebs in der Nahaufnahme

Über den Salzburger Höhlenflohkrebs ist, typisch für seine Gattung, noch recht wenig bekannt.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung Niphargus salzburgensis
  • Höhlenflohkrebse zählen zu den größten Grundwassertieren Mitteleuropas
  • Weibchen bis zu 16, Männchen bis zu 20 Millimeter lang
  • augen- und pigmentlos, Körper seitlich abgeflacht
  • das letzte Paar der Schwanzfüße nahe dem Körperende ist bei Männchen stärker verlängert
  • Weibchen haben Brutbeutel aus Chitinplatten, der bauchseitig zwischen den Hüften ist und die Eier schützt
  • Wassertier des Jahres 2026

Über Höhlenflohkrebse ist allgemein noch wenig bekannt. Das Unwissen über diese Tiergruppe stellt daher auch die größte Gefahr in ihrem Schutz dar.

Lebensraum & Lebensweise

  • Scheren dienen zur Nahrungssuche und zur Verteidigung
  • Paarung im Herbst - Larven schlüpfen erst im folgenden Frühsommer
  • ernährt sich von Pflanzen, verrottenden Blättern, Insekten, Fischen, aber auch Aas
  • keine hohen Ansprüche an die Wasserqualität
  • brauchen genügend Versteckmöglichkeiten wie Steine, Totholz oder Wurzeln
  • Vorkommen bis zu einer Wassertemperatur von 22° Celsius
  • stark rückläufige Vorkommen
  • Konkurrenz durch eingebürgerte gebietsfremde Krebsarten
  • Gefährdung durch die mit diesen Arten eingeschleppte Krebspest

Vorkommen: in ganz Österreich, ausgenommen hochalpiner Bereich