Osterluzeifalter am Rindfleischberg

Rettet die Trockenwiese am Goldberg

Ein Projekt des Dorferneuerungsvereins 2000 Reisenberg stellt sich vor.

Mehrere Personen stehen auf einem Feldweg vor einem Busch, im Hintergrund Agrarlandschaft.

Freiwillige pflegten gemeinsam das Naturschutzgebiet Goldberg in der Gemeinde Reisenberg.

Das seit 1981 bestehende Naturschutzgebiet Goldberg erstreckt sich mit einer Gesamtgröße von etwas über 4 Hektar an der Süd- bzw. Südwestflanke des Reisenbergs und liegt teilweise im FFH-Gebiet „Feuchte Ebene-Leithaauen“.

Problemarten dringen vor

Im NSG Goldberg sind mehrere neophytische Problemarten vorhanden, insbesondere Robinie und Mahonie, in geringerem Ausmaß auch Flieder. Auch die Feldulme als heimisches Gehölz dringt an mehreren Stellen stark in die Trockenrasen ein. Daher werden seit mehr als 10 Jahren Pflegemaßnahmen durchgeführt. Diese bestehen aus dem Rückschnitt oder Aushacken der Gehölze und aus einer mosaikartigen Spezialflächenmahd.

Projekt der Dorferneuerung gestartet

Die Dorferneuerung Reisenberg startete daher Ende Juni 2023 das Projekt „Rettet die Trockenwiese Goldberg“, welches aus Mitteln des NÖ Landschaftsfonds gefördert wird. Aufbauend auf ein im Jahr 2022 durchgeführtes Pilotprojekt erfolgte 2023 in einem nordwestlich gelegenen Teilbereich des Goldbergs auf einer Fläche von rund einem Hektar eine extensive Beweidung mit fünf Zwergziegen. Diese wurden vom Verein „Bienenoasen St. Georgen“ angemietet und von Helfern aus dem Dorferneuerungsverein Reisenberg betreut. Die Betreuung umfasste eine tägliche Kontrolle der Tiere, die Sicherstellung der Wasserversorgung und der Funktionstüchtigkeit des mobilen Weidezauns (Geflecht). Hinsichtlich der Unterbringung und der Wasserversorgung für die Tiere wurde auf Einrichtungen aus dem Vorprojekt zurückgegriffen.

Ziegen einem Gehölzstreifen fressen von den Sträuchern, eine Ziege steht dabei auf den Hinterläufen.

Ziegen decken bis zu 60 Prozent ihrer Nahrung durch Blätter, Rinde und Gehölztriebe.

Ziegen wurden gewählt, da diese bei der Nahrungswahl Gehölze bevorzugen. Auf Empfehlung von Fachexperten und des Amt Sachverständigen (siehe Bescheid BD1-N-845/001-2023 vom 20.6.2023) erfolgten ergänzend begleitende Pflegemaßnahmen (Aushacken von Mahonien, Robinien, Feldulmen und anderer Gehölze, teilweise Spezialflächenmahd mit Freischneider). In diesem Sinne fand am 20. Oktober 2023 auf Einladung der Schutzgebietsbetreuung NÖ und des Dorferneuerungsvereins Reisen-berg auch ein abschließender Pflegeeinsatz statt.

Das Projekt ist ein Beitrag zur NÖ Schutzgebietsbetreuung, die von der Energie- und Umweltagentur NÖ koordiniert wird.

Projektdaten

Projektträger: Verein Dorferneuerung Reisenberg, gefördert durch das Land NÖ

Subauftragnehmer: VINCA – Institut für Naturschutzforschung und Ökologie GmbH

Projektlaufzeit: Juli 2023 – Dezember 2024

Region: Industrieviertel

Schutzgebiete: Europaschutzgebiet Feuchte Ebene-Leithaauen, Naturschutzgebiet Goldberg in der Gemeinde Reisenberg

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