Amphibienschutz an NÖ Straßen 2015 - 2017

Viele Amphibien fallen jährlich dem Straßentod zum Opfer. Im Rahmen des Projektes werden Maßnahmen getroffen, um die Amphibien auf ihren Wanderungen vor diesem Schicksal zu schützen.

Knoblauchkroete_Ute_Nuesken

Alle in Niederösterreich vorkommenden Amphibienarten finden sich auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Ein wesentlicher Gefährdungsfaktor für Amphibien ist neben Lebensraumverlust auch der Straßentod.

Zaun-Kübel-Methode

Amphibien überqueren bei ihren Wanderungen zu den Laichgewässern oft Straßen und laufen dabei Gefahr überfahren zu werden. Zahlreiche freiwillige HelferInnen sind alljährlich unterwegs, um temporäre Schutzeinrichtungen, sogenannte Zaun-Kübel-Anlagen zu betreuen. Dabei werden sie von den Straßenmeistereien, die die Zäune alljährlich aufstellen, unterstützt.

Permanente Anlagen errichten 

Der Aufwand ist sehr groß, da und dort finden sich keine freiwilligen HelferInnen und die Rückwanderung kann auf diese Art und Weise nicht geschützt werden. Daher gilt es, die temporären Anlagen wo immer es möglich ist durch effektivere und auch effizientere dauerhafte Anlagen zu ersetzen. Das Projekt verfolgt das primäre Ziel, die Amphibienwanderung nachhaltig zu sichern, und damit zur Erreichung eines günstigen Erhaltungszustandes der FFH-Amphibienarten beizutragen.

Zusammenarbeit

Im Laufe des Projekts hat sich eine intensive Zusammenarbeit zwischen den für die Erhaltung der Straßen verantwortlichen Personen und den Naturschutz-Expertinnen und Experten entwickelt. Durch den fachlichen Austausch konnten die gesetzten Maßnahmen effizienter und effektiver gestaltet.

Bewusstseinsbildung

Auch der Aspekt der Bewusstseinsbildung ist besonders wichtig. Durch dieses Projekt wird die NÖ Bevölkerung über die bestehende Problematik informiert und Naturinteressierte vor Ort können sich im Rahmen des Projektes engagieren und mitarbeiten.

Projektdaten

Projektträger: Naturschutzbund NÖ
ProjektpartnerInnen: Amt der NÖ Landesregierung: Abteilung Straßenbetrieb ST2 und Abt. Naturschutz RU5
Projektlaufzeit: Mai 2015 - Dezember 2017
betroffene Regionen: gesamt Niederösterreich

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