Naturschutzgebiet Glaslauterriegel-Heferlberg

Der Glaslauterriegel und der Heferlberg sind zwei trocken-warme Hügel zwischen Pfaffstätten und Gumpoldskirchen an der Thermenlinie südlich von Wien mit wertvollsten Trockenstandorten. Glaslauterriegel wurde 1978, Heferlberg 1983 zum Naturschutzgebiet erklärt.

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Short Facts

Größe: 29,3 ha
Schutzgebietsstatus: Naturschutzgebiet
Bezirk: Baden
Highlight: Trockenstandorte mit besonderer Fauna und Flora


 


Beide Hügel bestehen aus Kalkgestein und weisen flachgründige Böden auf. Deshalb fehlt hier ein geschlossener Waldbewuchs. Diese geologische Gegebenheit und das pannonische Klima ermöglichten die Bildung von besonderen Biotopen. Es leben hier Pflanzen- und Tierarten, die in großen Teilen Mitteleuropas fehlen. Aufgrund ihrer hohen ökologischen Bedeutung wurden bereits vor 30 Jahren einige Teilbereiche zum Naturschutzgebiet erklärt.

Hier gedeihen nur Pflanzen, die längere Trockenperioden ertragen können. So weist die Österreichische Schwarzwurzel einen Wachsüberzug auf, der die Verdunstung reduziert. Die Silberscharte und die Dalmatinische Lotwurz sind durch eine starke Behaarung geschützt. Schwingel- und Federgras-Arten reduzieren die Verdunstung durch Rollblätter. Eine andere Überlebensstrategie besteht darin, die Vermehrung in Zeiten zu verlagern, wo höhere Bodenfeuchtigkeit herrscht. So gelangt das Rundfrucht-Hungerblümchen meist schon im April zur Samenreife und übersteht so die trockenen Sommer.

Die Trockenstandorte werden aber auch von hoch spezialisierten Tierarten besiedelt. Hier finden sich faunistische Kostbarkeiten wie Smaragdeidechse, Kleines südliches Nachtpfauenauge, Schwarzer Bär oder die Lauch-Seidenbiene. Insgesamt konnten im Gebiet 1.180 Schmetterlingsarten nachgewiesen werden.

Das Naturschutzgebiet Glaslauterriegel-Heferlberg wurde auch als Biogenetisches Reservat ausgewiesen. Damit ist es Teil eines Netzwerkes von repräsentativen Lebensräumen zur Erhaltung von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. 10 Naturschutzgebiete in Niederösterreich und damit eine Gesamtfläche von 2.060 Hektar sind gleichzeitig Biogenetische Reservate.

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