Magellans Torfmoos

Das Mittlere Torfmoos oder auch Magellans Torfmoos hat große, purpurrote Bulten. 

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Große, tief purpurrote Bulten kennzeichnen das Mittlere oder Magellans Torfmoos (Sphagum magellanicum). In Mitteleuropa ist es weit verbreitet, sein Lebensraum ist allerdings auf Hochmoore, Hochmoorheiden und –wälder beschränkt.

Aussehen

Große Bulten von über einem Meter Durchmesser, die in der Sonne rötlich, weinrot oder purpur gefärbt sind und im Schatten eher grün bleiben, charakterisieren das Aussehen des Mittleren Torfmooses. Die Einzelpflanzen bestehen aus Stämmchen mit Büscheln von Ästen, von denen wieder Verzweigungen abstehen, die wieder dicht an anderen Stämmchen liegen. Die Blätter auf den Stämmchen sind breit rechteckig, jene auf den Ästen breit oval. Die Kombination aus kräftigen Pflänzchen mit wurmförmigen Ästen und der purpurroten Färbung macht das Mittlere Torfmoos einzigartig.

Gefährdung  und Vorkommen

Die Mittlere Torfmoos ist eng an den Lebensraum Hochmoor gebunden und kommt in Mitteleuropa sowohl in der Ebene als auch im Hochgebirge vor. In Niederösterreich findet man das Torfmoos vor allem in den Hochmooren im Waldviertel. Charakteristisch sind Standorte mit konstant hohem Wasserangebot, sehr niedrigen pH-Werten und geringem Mineralgehalt. In Österreich gilt Magellans Torfmoos aufgrund der großen Verbreitung in den Alpen nur als „regional gefährdet“. Das Überleben der Art kann aber nur durch die Sicherung der letzten Hochmoore erreicht werden. Durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelten Hochmoore als Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen. So kommt beim Schutz von Hochmooren zu Ländergesetzen auch die EU-weite Regelung hinzu.

Besonderheiten und Verwendung

Torfmoose können große Mengen an Wasser aufnehmen und diese für längere Zeit zurückhalten. Dies wird ihnen durch die Blättchen, Stämmchen und Äste und die Kapillarwirkung ermöglicht. Das Mittlere Torfmoos hat – ähnlich wie viele seiner Verwandten – die Fähigkeit der geschlechtlichen Fortpflanzung verloren. Sporenkapseln findet man selten. Die Pflanzen verbreiten sich weitgehend vegetativ. Früher wurde das Mittlere Torfmoos als Wundverband eingesetzt, da es aufgrund des niedrigen pH-Wertes antiseptische Wirkung hat. Hochmoortorf wird heute noch teilweise in Moorpackungen oder Moorbädern eingesetzt, um verschiedene körperliche Leiden zu behandeln.

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