Klimafitte Projekte für das Naturland

Das Land NÖ und die Energie- und Umweltagentur des Landes unterstützen regionale Projekte zur Anpassung an den Klimawandel.

c-nlk-burchhart

LH-Stv. Stephan Pernkopf: „Wir müssen klimafit werden, um für die Folgen des Klimawandels gewappnet zu sein."

(05.09.2021/ MF) Fünf Millionen Euro für regionale Maßnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels stellt der Klima- und Energiefonds für die 25 NÖ Klimawandel-Anpassungsmodellregionen zur Verfügung. Die zusätzliche Förderung des Landes bringt Gemeinden nochmals 1.000 Euro.

Land ist starker Partner für die Regionen

Die Folgen des Klimawandels treffen auch Niederösterreich. Auf eine erste Hitzewelle im Juni folgten im Juli Starkregenereignisse, die zu Überflutungen führten. „Wir müssen klimafit werden, um für die Folgen des Klimawandels gewappnet zu sein. Starke Partner wie die Klimawandel-Anpassungsmodellregionen unterstützen wir deshalb besonders“, betont LH-Stv. Stephan Pernkopf. Im „NÖ Klima- und Energieprogramm 2030“ ist die Klimaanpassung neben dem Klimaschutz verankert.

eNu unterstützt bei Antragstellung und Projekten

KLAR-Regionen sollen Maßnahmen definieren, um die Folgen des Klimawandels für die Bevölkerung zu reduzieren und vor Ort Schritte zu setzen. In Niederösterreich werden sie, wie auch alle Gemeinden, von der Energie- und Umweltagentur des Landes begleitet. Sie unterstützt mit der Förderberatung des Umwelt-Gemeinde-Service bei der Einreichung der Förderungen und begleitet Regionen und Gemeinden bei Projektvorhaben.

Regionen und Gemeinden stark betroffen

Österreichs Regionen und Gemeinden sind durch die Auswirkungen des Klimawandels massiv betroffen. Temperaturextreme, Starkregen oder Trockenheit werden in Zukunft zunehmen. Zusätzlich zu den extremen Wetterereignissen sind lokale Veränderungen durch den Anstieg der Durchschnittstemperaturen zu beobachten, wie etwa ein vorzeitiger Vegetationsbeginn, der Rückgang der Gletscher oder die Einwanderung neuer Arten. Um diese Herausforderungen des Klimawandels zu bestreiten, ist vorausschauendes Handeln nötig.

74 Regionen arbeiten für die Klimaanpassung

In Österreich arbeiten derzeit 74 KLAR!-Regionen. Ziel des 2016 ins Leben gerufenen Programmes ist es, Regionen und Gemeinden die Möglichkeit zu geben, sich auf den Klimawandel vorzubereiten, mittels Anpassungsmaßnahmen die negativen Folgen des Klimawandels zu minimieren und neue Chancen zu nutzen. Durch eine Serviceplattform und Veranstaltungen ist gesichert, dass die Regionen für ihre Arbeit die vorhandenen Erkenntnisse aus der Wissenschaft nutzen.

Bis zu 40.000 Euro für Hitzeschutz und Wassermanagement

Mit dem Pilotprojekt „KLAR! Invest“ fördert der Bund erstmals auch gezielte Investitionen in KLAR-Regionen. Projekte in den Bereichen Hitzeschutz oder Wassermanagement werden mit bis zu 40.000 Euro pro Region unterstützt. Darüber hinaus stellt das Land Niederösterreich für Projekte in Gemeinden in einer KLAR-Region einmalig 1.000 Euro zur Verfügung. Die Energie- und Umweltagentur NÖ unterstützt über die Förderberatung des Umwelt-Gemeinde-Service bei der Antragstellung.

Exkursion in Absdorf

Bei einer Exkursion am 27. September in Absdorf wird bei einem fachlichen Austausch im Freien der Frage nachgegangen, was wir in einer klimafitten Kulturlandschaft für die Biodiversität tun können. Bei der Exkursion wird anhand der Modellregion Wagram aufgezeigt, welche Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität möglich sind. Die Region Wagram ist aufgrund des Klimawandels von Trockenzeiten besonders betroffen.