Osterluzeifalter am Rindfleischberg

Kleinode an March und Thaya

Storchenhaus, Maschinenring und WUK sichern den Erhalt wertvoller Wiesenflächen im östlichen Niederösterreich.

Schafbeweidung

Rund 120 Schafe helfen mit, wertvolle Wiesenstandorte an March und Thaya von Bewuchs freizuhalten.

Der im Schloss Marchegg angesiedelte Verein March.Raum, besser bekannt als Storchenhaus Marchegg, ist seit 2013 Partner bei der Schutzgebietsbetreuung, sowohl bei der konkreten Pflegeumsetzung als auch bei der Kommunikation wie etwa beim „Storchenstammtisch“.

Seit Spätsommer 2019 betreuen das Storchenhaus Marchegg, der Maschinenring NÖ-Wien und das WUK aus Gänserndorf erfolgreich den Erhalt von wertvollen Naturflächen entlang von Thaya und March. Die WUK-Schafe beweiden Wiesenflächen im südlichen Marchraum, während der Maschinenring Mäh- und Baggerarbeiten übernimmt.

Letzte Reste wertvoller Wiesenlandschaften

In der March-Thaya-Region gibt es kaum mehr Weide- und Wiesenbewirtschaftung, wodurch viele für die Natur wertvolle Flächen oft auch mit invasiven, eingeschleppten Arten wie Robinien zuwachsen. Verbliebene „Kleinode“ in der Region stellen die letzten Reste extensiver Grünlandnutzung dar. Sie beherbergen eine bedeutende Vielfalt an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, wie Ziesel, Hügelnelke, Sandgrasnelke oder Orchideen-Blauweiderich. Die Flächen benötigen jedoch regelmäßige Mahd oder Beweidung, damit sie als Grünland erhalten bleiben und nicht verbuschen.

Tierische und maschinelle Hilfe bei der Mahd

Im Rahmen des mit Landes- und EU-Mitteln geförderten „Kleinod-Projektes“ des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ kümmern sich nun unter der Leitung des Storchenhauses Marchegg das WUK aus Gänserndorf und der Maschinenring um die Pflege dieser wertvollen Wiesenflächen. Dabei beweidet das WUK verschiedene Flächen mit 120 Schafen, während der Maschinenring die händische oder manuelle Mahd von Flächen übernommen hat. Außerdem werden zwei verlandete Sutten wieder vertieft und bleiben somit als wertvolle Amphibiengewässer erhalten.

Wiesenpflege

Der Maschinenring hat die händische oder manuelle Mahd von Flächen übernommen.

18 Kleinode werden gepflegt

Der Maschinenring übernimmt im Projekt die Herstellung und Pflege von Magerwiesen, das Freimachen von verschilften Biotopen oder das Entfernen von invasiven Neophyten. Bei größeren Flächen wird zusätzlich auf die Maschinen von regionalen Landwirten zurückgegriffen, welche etwa bei der Wiesenmahd und der Verwertung von Grünschnitt und Schilf eingesetzt werden. Insgesamt werden 18 verschiedene Kleinode an Thaya und March gepflegt, von Bernhardsthal bis Lassee. Das Projekt im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ  läuft bis 2021 und soll den Grundstein für eine langfristige Pflege von wertvollen Wiesenflächen legen.