Heißer Sommer im Garten

Trockenheit und Wassermangel machen unseren Gärten zu schaffen. Wir geben Tipps für die grüne Oase in Zeiten des Klimawandels.

Wassertropfen

Lebensnotwendiges Wasser wird durch Trockenheit und Hitzeperioden zu einem kostbaren Gut.

Die vergangenen vier Jahre waren die wärmsten, seit es Temperaturaufzeichnungen gibt. Auch wenn die Regenfälle der letzten Wochen für Entspannung gesorgt haben, werden die tierischen und pflanzlichen Gartenbewohner auf eine harte Probe gestellt. Eine angepasste Gartenplanung ist angesagt.

Wind verstärkt die Trockenheit

Wind erhöht die Verdunstung und trocknet den Boden aus. Höhere Bäume, Gehölze oder Hecken können den Wind jedoch ableiten und so das Klima im Garten verbessern. Die Windgeschwindigkeit sinkt um 50 Prozent und die Verdunstung reduziert sich um 20 Prozent. Darüber hinaus werden Bodenfeuchte sowie Niederschlag und Taubildung erhöht. Dabei sollten Arten verwendet werden, die auf den jeweiligen Standort angepasst sind. Vogelbeere, Feldahorn oder Birken eignen sich ebenso wie Sanddorn oder Schlehe. Heimische Wildrosen und Weiden bieten außerdem Bienen und anderen Insekten Nahrung.

Gartenteich und Krater-Beet

Teiche, Tümpel und Versickerungsgräben verbessern ebenfalls das Mikroklima. Die Verdunstung durch die Pflanzen führt zu einer Abkühlung der Umgebung. Feuchtbiotope sind außerdem ein Paradies für unterschiedliche Tierarten und damit ein wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt im eigenen Garten. Der letzte Schrei sind sogenannte Krater-Beete. Sie sind eine wahre Geheimwaffe im Klima-Garten. Sie speichern Wärme und Feuchtigkeit und schützen empfindliche Pflanzen vor Wind. Durch diese speziellen Eigenschaften sorgen sie dafür, dass besonders Gemüsepflanzen besser gedeihen.

Giesskanne

Richtiges Gießen hilft mit, das Wasser im Garten zu halten.

Richtig gießen

Ausgiebiges Gießen direkt im Wurzelbereich ist früh am Morgen am sinnvollsten. Dadurch wird das Wurzelwachstum gefördert, was wiederum die Verfügbarkeit von Wasser für die Pflanze erhöht. Damit reicht es, alle drei Tage den Garten zu gießen. Abendliches Gießen hingegen zieht Schnecken und Pilzerkrankungen an. Für den Gemüsegarten hat sich die Tröpfchenbewässerung mit einem perforierten Rohr, dem sogenannten „Schwitzschlauch“ bewährt. So kommt das Wasser dorthin, wo es gebraucht wird.

Regenwasser für den Garten

Weiches, kalkarmes Regenwasser ist für die Gartenbewässerung am besten geeignet. Die Methoden zur Sammlung sind vielfältig. Von der einfachen Regentonne bis zur ausgeklügelten Regenwassernutzungsanlage für den Garten reicht die Bandbreite. Auch ehemalige Senkgruben können gereinigt und abgedichtet werden, um sie für die Bewässerung zu verwenden.

Pflanzenwahl ist entscheidend

Längere Trockenperioden verlangen nach heimischen Pflanzenarten, die gut mit diesen Bedingungen umgehen können. In Kombination mit wassersparenden Maßnahmen entstehen so robuste Paradiese, die gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen. DIE UMWELTBERATUNG hat in einem neuen Poster robuste Pflanzen für die Zeiten des Klimawandels zusammengestellt. „Blühende Gärten trotz Klimawandel“ präsentiert trockenheitsliebende Pflanzen und gibt Tipps zur klimaschonenden Gartenarbeit. Das Poster entstand in Kooperation mit der Wiener Umweltanwaltschaft und dem Museum Niederösterreich. Es steht zum kostenlosen Download bereit oder kann online kostenpflichtig bestellt werden.