Heideflechte

Die Heideflechte ist mehrere Quadratzentimeter groß und hat rosa Fruchtkörper.

heideflechte_wolfgangvonbrackel

Die Heideflechte (Icmadophila ericetorum) ist mehrere Quadratzentimeter groß und zeichnet sich durch ein weißes, im feuchten Zustand auch leicht grünliches  Lager und rosa Fruchtkörper aus. Sie zählt zu den sogenannten Rohbodenbesiedlern und hat sich weitestgehend ins Gebirge zurückgezogen.

Aussehen und Vorkommen

Der Flechtenkörper bildet körnige, zusammenhängende Überzüge auf dem Untergrund, aus dem sich runde bis wellige, hellrosa bis orangerosa Fruchtkörper erheben. Der fotosynthetisch aktive Partner der Flechte ist die Coccomyxa-Alge.

Die Heideflechte besiedelt unterschiedliche saure und nährstoffarme Substrate, wie etwa Baumstümpfe, Torf oder Sandstein. Schattige Plätze mit gleichmäßiger Luftfeuchtigkeit sind die bevorzugten Bedingungen. Gut geeignet sind also wenig geschlossene Wälder, Blockhalden oder offene Stellen in Hochmooren und Moorheiden.

In Niederösterreich ist die Heideflechte in den Hochmooren des Waldviertels zu finden. In der nördlichen Hemisphäre ist sie weit verbreitet, in der gemäßigten Zone kommt sie hauptsächlich in Gebirgslagen vor.  Die Heideflechte ist eine Pionierart. Sie verbreitet sich über Sporen, die auch größere Distanzen überwinden können.

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen