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Flatternde Sommerhelden

Langsam neigt sich der Hochsommer dem Ende zu, aber die Saison der Schmetterlinge ist noch lange nicht vorbei. Ganz im Gegenteil: Aktuell lassen sich zahlreiche Falter beobachten. Wer jetzt aufmerksam ist, kann einige der bekanntesten Schmetterlinge Niederösterreichs entdecken. 

Ein Kaisermantel sitzt auf einer Blüte.
Der Kaisermantel ist Österreichs größter Perlmuttfalter.

Im Spätsommer nutzen Schmetterlinge die letzten reichhaltigen Nektarquellen des Jahres. Blühende Disteln, Wasserdost, Dost, Flockenblumen oder - ebenfalls sehr beliebt - Sommerflieder. Sie sind jetzt stark frequentierte Insekten und Schmetterlings-Treffpunkte. Die Tiere tanken dort Energie, manche bereiten sich auf anstehende Wanderungen oder die Überwinterung vor.

Häufig anzutreffen

Mit etwas Glück kann man derzeit Exemplare der folgenden Artgenossen beim Spaziergang oder im Garten entdecken:

Tagpfauenauge: Es ist unverwechselbar mit seinen auffälligen "Augen" auf den Flügeln. 

Admiral: Er ist ein eleganter Wanderfalter, der Jahr für Jahr aus dem Süden nach Mitteleuropa kommt.

Schwalbenschwanz: Er gehört zu den größten und imposantesten heimischen Tagfaltern. 

Kaisermantel:  Er ist der größte heimische Perlmuttfalter. Ihn sieht man häufig an sonnigen Waldrändern und blütenreichen Stellen.

Zitronenfalter: Da einige der Tiere den Winter überdauern, gehören sie meist auch zu den ersten Faltern, die man im Frühjahr sieht. 

Spätsommer - eine wichtige Zeit für die Tiere

Der Spätsommer ist eine besonders wichtige Zeit für viele Schmetterlinge. Es geht um nicht weniger als ihr Überleben. Denn sie benötigen jetzt ausreichend Nahrung, damit sie Energiereserven anlegen und ihre Eier ablegen können. Gleichzeitig entwickeln sich an vielen Pflanzen bereits die Raupen der nächsten Generation. 

Kleine Strukturen mit großer Wirkung

Nicht nur Naturschutzgebiete sind für Schmetterlinge wichtig. Auch blütenreiche Wegränder, extensiv bewirtschaftete Wiesen, Streuobstwiesen oder naturnahe Grünflächen leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. Je vielfältiger die Landschaft, desto größer ist die Chance, dass Schmetterlinge geeignete Nahrung und Lebensräume finden. Der Kaisermantel ist z.B. häufig auf Lichtungen, Waldrändern und blütenreichen Säumen zu finden - seine Verbindung zu diesem Lebensraum beginnt schon als Raupe. Denn sie lebt an Veilchen. 

Beobachtungen genießen

Wenn Sie jetzt mit offenen Augen durch die Gegend gehen, können Sie bestimmt so manchen Schmetterling entdecken. Jede Beobachtung ist etwas Besonderes: Die bunten Flugkünstler sind schön anzusehen, aber zum Teil auch in Bedrängnis, weil sich ihre Lebensräume verändern. 

Wer einen Garten hat, kann dort viel für die Artenvielfalt tun. Heimische Blühpflanzen, der Verzicht auf Pestizide, naturnahe Gartengestaltung und wilde Bereiche sind Unterstützung für Schmetterlinge und viele andere Insekten. 

Sie möchten wissen, welche Schmetterlinge in Ihrer Umgebung unterwegs sind? Es gibt mehrere Möglichkeiten das herauszufinden: Die Tagfalter Österreichs ist eine digitale Schmetterlings-Enzyklopädie, die Wissen über heimische Falter sammelt und die Begeisterung für diese faszinierenden Tiere weckt. Die Schmetterlingsapp von Natur im Garten und Blühendes Österreich hilft bei der Bestimmung und ermöglicht es, eigene Beobachtungen zu melden. Jede Sichtung liefert wertvolle Daten über die Verbreitung und Entwicklung unserer heimischen Schmetterlingsarten.

Veranstaltungstipp: Schmetterlinge der Nacht entdecken

Auch wenn viele Schmetterlinge tagsüber unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist die Welt der Nachtfalter mindestens ebenso faszinierend. Bei den „Schmetterlingsleuchten“ im Museum Niederösterreich können Interessierte gemeinsam mit Schmetterlingsexperten und Naturfotografen die nächtlichen Falter entdecken. Die Veranstaltungen finden am 20. und 27. August 2026 in St. Pölten statt.