Europaschutzgebiet Weinviertler Klippenzone

Das Europaschutzgebiet Weinviertler Klippenzone besteht aus mehreren über das Weinviertel verteilten Teilgebieten. Es wurde 2011 als Fauna-Flora-Habitat Gebiet beschlossen.

Der Tartarische Meerkohl im Lößtrockenrasen bei Ottenthal

Short Facts: 

Größe: 3.145 ha FFH
Schutzgebietsstatus: Europaschutzgebiet
Bezirke: Mistelbach, Korneuburg, Gänserndorf
Highlight: Tartarischer Meerkohl


Teilweise schroffe, felsige Kalkhügel heben sich aus der ackerbaudominierten Landschaft ab. Die Hügelkette ist durch eine reich strukturierte Kulturlandschaft mit Wäldern und steppenartigen Wiesen geprägt, die zu den osteuropäischen Steppen zählen.

Pannonische Flaumeichenwälder mit krüppelig wachsenden Bäumen an Südhängen ähneln den Bergwäldern des Mittelmeerraumes. Das Gebiet ist die Randzone für viele Arten der osteuropäischen Steppenzone und aus dem Mittelmeerraum. Zum Beispiel wächst der Tartarische Meerkohl im Lößtrockenrasen bei Ottenthal. Diese Pflanze südrussicher und ukrainischer Steppengebiete gibt es in Österreich sonst nirgends. Sie ist ein „Steppenroller“. Zur Reifezeit bricht die Pflanze an der Basis ab und wird vom Wind als Ganzes verweht. So verbreitet sie die Samen.

Im Gebiet gibt es viele, zum Teil noch unzureichend erforschte, Schmetterlinge und Heuschrecken sowie totholzbewohnende Käferarten wie den Hirschkäfer. Bedeutend ist auch das Vorkommen der Fledermausarten Kleine Hufeisennase und Bechsteinfledermaus.

Europaschutzgebiete werden auch Natura 2000-Gebiete genannt.

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