Darf ich in meinem Garten ein Osterfeuer machen?
Ein offenes Feuer im eigenen Garten ist nicht ausdrücklich verboten, man sollte aber einige Punkte beachten.
Mit einem Osterfeuer soll der Frühling begrüßt und auf eine reiche Ernte gehofft werden. Der Schein der Flammen bringt Glück und Wohlstand über das Land. Christliche Osterfeuer stehen für den Glauben. Die Osterkerze wird oft an diesem Feuer entzündet und dann in die abgedunkelte Kirche getragen. Verbrannt werden dabei Reisig, Holz und Baumschnitt. Viele Osterfeuer krönt als Sinnbild für den Winter eine Puppe aus Stroh.
Das sagt das Gesetz
Im Luftreinhaltegesetz und im NÖ Feuerwehrgesetz sind das punktuelle und flächenhafte Verbrennen von biogenem Material verboten. Es besteht aber für Lager- und Grillfeuer eine Ausnahme. Lagerfeuer dürfen aber nur mit trockenem, unbehandeltem Holz oder mit Holzkohle beschickt werden. Generell verboten ist das Verbrennen von Abfällen jeglicher Art. Dazu gehören alle pflanzlichen Abfälle aus Haus und Garten, aber auch Papier und Kartons sowie jedes Holz, das nicht naturbelassen ist. Das Verbrennen von lackierten Brettern, behandelten Holzpfosten oder alten Bahnschwellen ist somit nicht erlaubt. Verboten ist nach dem Forstgesetz auch das Entzünden von Feuer im Wald oder in Waldnähe, wenn Verhältnisse herrschen, die eine Ausbreitung eines Waldbrandes begünstigen. Dazu gehören etwa starker Wind oder große Trockenheit.
Vorheriges Nachfragen lohnt sich
Auch wenn ein Lagerfeuer nicht ausdrücklich verboten ist, sollte man vorher einige Punkte beachten. Von privaten GrundbesitzerInnen muss immer ein Einverständnis eingeholt werden. Bei öffentlichen Flächen sollte man unbedingt bei der zuständigen Gemeinde nachfragen, ob Feuermachen gestattet ist. Bei bestimmten Wetterlagen, wie etwa starkem Wind oder lang anhaltender Trockenheit, empfiehlt es sich, vorher Kontakt mit der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft oder der örtlichen Feuerwehr aufzunehmen.
Nur trockenes und unbehandeltes Holz verwenden
Für ein privates Osterfeuer darf nur trockenes, unbehandeltes Holz oder Holzkohle verwendet werden. Das Verbrennen von Reisig, Laub oder Gartenabfällen auch nur zum Anzünden des Feuers ist untersagt. Bei diesen Materialien kann es durch unkontrollierte Verbrennung zu Funkenflug und zu Rauchbelästigung für die Nachbarn kommen. Dabei spielen auch das Wetter und die Windverhältnisse eine große Rolle.
Auf den richtigen Ort kommt es an
Für die Feuerstelle im Garten empfehlen sich kiesiger oder sandiger Untergrund. Noch besser ist eine dafür gebaute Feuerstelle oder eine Feuerschale aus Metall. Beim Osterfeuer ist es wichtig, zu gefährdeten Objekten einen entsprechenden Abstand zu halten. Gartenhäuser, Überdachungen und Carports, aber auch Nachbars Obstbäume oder Hecken sollten genügend weit entfernt sein. Auf einer Terrasse, einem Balkon oder in einem Innenhof hat offenes Feuer nichts verloren.
Brand aus
Sind alle Eier gefunden und wird der Abend frisch, sollte man nicht vergessen, ein noch brennendes oder auch nur schwelendes Feuer fachgerecht zu löschen. Das kann mit genügend Wasser geschehen oder aber auch mit Erde, die auf die Flammen geschaufelt wird.