Vögel richtig füttern

In der kalten Jahreszeit tun sich Vögel oft schwer genügend Futter zu finden. Wenn Sie sich für eine Fütterung entscheiden, haben Sie auch die Möglichkeit der Vogelbeobachtung aus nächster Nähe. Wir geben Ihnen Tipps, was Sie bei der Fütterung beachten sollten.

Vögel richtig füttern

Fütterung nur im Winter!

Laut Experten und Expertinnen sollten die Vögel nur zwischen November und Ende Februar/Anfang März mit Futter unterstützt werden. Im Sommer ist das Füttern nicht empfehlenswert, da die Gefahr der Übertragung von Seuchen und Parasiten sehr hoch ist. Außerdem vertragen Jungtiere die Fütterung mit Körnern nicht gut.

Wer profitiert von der Fütterung?

Hauptsächlich profitieren heimische – nicht bedrohte – Vogelarten von der Fütterung durch den Menschen. Meist finden die Vögel auch im Winter genug Nahrung, freuen sich aber über das „leicht verdiente Zusatzfutter“ bzw. ist das Futter in Notzeiten lebensrettend.

Wie oft muss ich Futter nachfüllen?

Es sollte immer genug Futter vorhanden sein – denn die beliebtesten Futterstellen sind jene, wo es immer was zu holen gibt.

Futterhäuschen oder Futtersilo?

Die beliebten Futterhäuschen haben den Nachteil, dass die Vögel im Futter stehen und es (u.a. mit Kot) verunreinigen. Dadurch können aber Krankheiten übertragen werden bzw. sich diese ausbreiten. Futterhäuschen sollten regelmäßig und gründlich gereinigt werden.

Empfehlenswert sind Futtersilos, denn hier liegt nur ein Teil des Futters offen, das heißt die Gefahr der Verschmutzung ist geringer. Futtersilos sind somit auch mit weniger Aufwand verbunden. Sie müssen eigentlich nur vor bzw. nach der Futtersaison gereinigt werden.

Das Futter selbst kann länger im Silo bleiben, da es durch Schnee, Regen und Wind nicht nass werden kann und damit auch nicht verderben kann.

Die richtige Stelle!

Am besten wird der Futterplatz so gewählt, dass er gut beobachtbar, für Katzen unerreichbar und vor Regen und Schnee geschützt ist.

Wasser auch im Winter?

Auch im Winter ist eine Schale mit Trink- oder Badewasser sehr beliebt und wird gerne angenommen. Am besten die Schale regelmäßig reinigen und frisch befüllen.

Brot füttern?

Vögel und vor allem auch Wasservögel, wie Schwäne, Enten und Co, sollten nicht mit Brot gefüttert werden. Brot enthält zu viel Salz und quillt im Vogelmagen auf. Auch Speisereste und Gewürztes sind für Vögel ungeeignet.

Das richtige Futter!

Unsere heimischen Vögel lassen sich in grob in zwei Kategorien einteilen: die Körnerfresser und Weichfutterfresser. Im Handel gibt es Futtermischungen zu kaufen, die auf unsere heimischen Arten abgestimmt sind. Aber auch frisches, aufgeschnittenes Obst ist ein willkommener Snack.

Amseln fressen bevorzugt Rosinen, Hafer- und Weizenflocken sowie Äpfel. Meisen lieben Fettfutter, wie die bekannten Meisenknödel oder Meisenringe, Nüsse und Sonnenblumenkerne. Auch Rotkehlchen bevorzugen fetthaltiges Futter wie Nüsse, Getreideflocken oder auch spezielles Futter für Insektenfresser. Spatzen (Sperlinge) hingegen gelten als Allesfresser. Zaunkönig, Star, Amsel und Drossel bevorzugen Insekten und weichen im Winter gerne auf Beeren, Samen und Haferflocken.

Was kann ich noch tun?

Grundsätzlich sollte man im eigenen Garten vor allem darauf achten, heimische Sträucher und Bäume zu pflanzen, da diese Schutz und Futterquelle für unsere Vögel sind. Auch das Pflanzen von samenreichen Wildkräutern und Blumen im Garten sorgt für viele gefiederte „Mitbewohner“. Bringen Sie Nistkästen in Ihrem Garten an!

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