Der Europäischen Siebenstern (Trientalis europaea) ist ein sehr seltenes Eiszeitrelikt. Fundort: Seppelau (Hochmoorrand) NÖ

Quellschnecke

Die im Süßwasser lebende Quellschnecke ist gefährdet durch Klimawandel, Eutrophierung und Verunreinigung von Gewässern.

Quellschnecke

Die im Süßwasser lebende Quellschnecke ist gefährdet durch Klimawandel, Eutrophierung und Verunreinigung von Gewässern.

Beschreibung & Bestimmungsmerkmale

  • wissenschaftliche Bezeichnung: Bythinella
  • sehr kleines Gehäuse mit maximal 4 Millimeter Höhe
  • durch aufwachsende Kieselalgen erscheint die Schale oft schwarz oder dunkelbraun
  • Arten lassen sich nur durch anatomische oder genetischte Untersuchungen eindeutig voneinander unterscheiden

Besonderheit

Quellschnecken sind auf sehr sauberes Wasser angewiesen und tolerieren nur geringe Temperaturschwankungen im kühlen Bereich. Bei vermehrtem Vorkommen sind sie stets Anzeiger für beste Wasserqualität.

Lebensraum & Lebensweise

  • lebt im Süßwasser
  • sind getrennt geschlechtlich
  • legen ihre Eier meist auf Steinen ab
  • ernähren sich hauptsächlich von Algen sowie Bakterien, die sie von Steinen, Wasserpflanzen, Falllaub und Totholz mit ihrer Raspelzunge abweiden
  • leben fast ausschließlich in Quellen und im Oberlauf von Bächen

Was noch interessant ist

Im Lauf der letzten Jahre kündigt sich eine weitere Gefährdung durch die globale Klimaerwärmung an. Die Temperatur von Quellwasser korreliert eng mit der Jahresdurchschnittstemperatur eines geographischen Gebietes. Erhöht sich diese über die ökologische Verträglichkeit der Schnecke hinaus, so kann sie sich nicht mehr fortpflanzen.

Weichtier des Jahres 2024 - Quellschnecke