Naturschutzgebiet Zwingendorfer Glaubersalzböden

Das Naturschutzgebiet Zwingendorfer Glaubersalzböden wurde 1979 gegründet und ist eines der letzten Beispiele für Salzsteppen in Österreich.
 

Strand_milchkraut

Short Facts

Größe:  4,73 ha
Schutzgebietsstatus: Naturschutzgebiet
Bezirk: Mistelbach
Highlight: Salzsteppen und Salzwiesen


Wo sich vor 15 Millionen Jahren noch das Meer ausgebreitet hat, liegt heute eine der großen Seltenheiten im Naturland Niederösterreich. Viele kennen Salzwiesen und Salzsteppen aus dem Gebiet des Neusiedler Sees und der Langen Lacke. Mit dem Naturschutzgebiet Zwingendorfer Glaubersalzböden in der Gemeinde Großharras findet sich diese pannonische Rarität auch in Niederösterreich. In Trockenzeiten wird das Glaubersalz Na2SO4 als Salzausblühungen am Boden sichtbar.

Bis in die 1980er Jahre wurde das Gebiet als Gänseweide genutzt, wodurch offene Bodenflächen geschaffen wurden, auf denen Salzpflanzen gedeihen konnten. Zur Erhaltung dieses stark gefährdeten Lebensraumes müssen regelmäßige Pflegemaßnahmen gesetzt werden, die in Beispiel gebender Kooperation zwischen behördlichem Naturschutz, Landwirten aus der Region und Naturschutzexperten durchgeführt werden.

Wir finden hier den einzigen Standort des Strand-Milchkrauts Glaux maritima, aber auch Vorkommen von Strandwegerich und Salzaster, die hier ihre südliche Verbreitungsgrenze haben. Aber auch die Zwergspinne ist eine Rarität von europäischem Rang. Es brüten hier aber auch seltene Vogelarten wie Kiebitz, Schwarzkehlchen und Sperbergrasmücke.

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