Naturschutzgebiet Eichkogel

Das Gebiet steht seit 1960 unter Naturschutz. Es liegt in dicht verbautem Gebiet im Süden von Mödling und ist von landwirtschaftlichen Flächen umgeben, die zum Teil im Schutzgebiet liegen.

Gumpoldskirchen_Eichkogel

Short Facts

Größe:  68 ha
Schutzgebietsstatus: Naturschutzgebiet
Bezirk: Mödling
Highlight: Mödlinger Federnelke


Der 367 m hohe Eichkogel liegt im Schnittpunkt verschiedener geologischer, klimatischer und biogeographischer Zonen. Er ist aus Süßwasserkalken und Sanden aufgebaut, die von Löss-Schichten überdeckt sind. Im Gipfelbereich befinden sich sehr karge, trockene und seichtgründige Böden. Naturbesonderheiten sind unterschiedliche, eng verzahnte Trocken- und Halbtrockenrasen, Gebüsche, Wald- und Waldsteppenlandschaft.

Schon seit 5600 v. Chr. fand die erste landwirtschaftliche Nutzung des Eichkogel statt. Seit diesem Zeitpunkt ist das Gebiet dauernd besiedelt. Der ursprüngliche dichte Eichenwald wurde abgeholzt und nach und nach landwirtschaftlich genutzt. Zuletzt war eine Beweidung mit Rindern charakteristisch. Weinbau wird bis heute betrieben. Diverse Pflegemaßnahmen sollen die Vegetation in ihrer besonderen Form erhalten.

Das Gebiet beherbergt ungewöhnlich viele sonst schon selten gewordene Pflanzen- und Tierarten wie z.B. Diptam, Küchenschellen, Frühlingsadonis und Waldwindröschen. Es gibt viele Singvögel und zahlreiche Insektenarten. Das Gebiet des Eichkogels zählt zu den Felssteppen.


Das Naturschutzgebiet Eichkogel wurde auch als Biogenetisches Reservat ausgewiesen. Damit ist es Teil eines Netzwerkes von repräsentativen Lebensräumen zur Erhaltung von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. 10 Naturschutzgebiete in Niederösterreich und damit eine Gesamtfläche von 2.060 Hektar sind gleichzeitig Biogenetische Reservate.

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