Artenvielfalt am Staatzer Berg

Das Naturdenkmal Staatzer Berg ist nicht nur ein eindrucksvoller Kalkstock der Weinviertler Klippenzone, er beherbergt auch naturschutzfachlich interessante Fels-Trockenrasen.

Der Staatzer Berg ist ein eindrucksvolles Merkmal der Weinviertler Klippenzone.

Der eindrucksvolle, als Naturdenkmal geschützte Kalkstock beherbergt eine interessante Tier- und Pflanzenwelt, die typisch für die Trockenraseninseln der Weinviertler Klippenzone ist. Im lückigen Kalk-Pionierrasen kommen seltene und stark gefährdete Arten wie der Zottige Spitzkiel (Oxytropis pilosa) oder die kleine Beißschrecke (Platycleis veyseli) vor. Der ungarische Andorn (Marrubium peregrinum) erinnert mit seinem weißfilzigen Aussehen leicht an das Edelweiß, gehört aber einer ganz anderen Pflanzenfamilie an.

Naturschätze am Staatzer Berg

Unter dem Motto „Naturschätze vor der Haustüre entdecken“ lud der Naturschutzbund NÖ am 20. Mai 2018 zu einer geführten Wanderung auf den ‚Alpengipfel im Weinviertel‘, den Staatzer Berg, ein. Interessierte jeden Alters besuchten das Gebiet unter fachkundiger Leitung des Naturschutzbundes NÖ und lernten dabei seltene Pflanzen wie den Zottigen Spitzkiel und Tiere wie den Segelfalter und die Graue Beißschrecke kennen. Die Biologinnen Mag. Gabriele Pfundner und Mag. Franziska Denner führten die interessierten TeilnehmerInnen durch die botanischen und zoologischen Besonderheiten des Staatzer Berges. Ganz nebenbei bezauberte der Berg durch die schöne Aussicht und das Ambiente der markanten Burgruine.

„Tage der Biodiversität“ in Staatz

Im Rahmen der Exkursion wurde außerdem die Wanderausstellung zum Grünen Band Europas besucht, die anlässlich der von 18. – 21. Mai stattfindenden „Tage der Biodiversität“ in der vielfaltleben-Woche der Artenvielfalt im Schlosskeller Staatz gezeigt wurde. Neben einem Biodiversitäts-Heurigen gab es zahlreiche weitere Veranstaltungen zum Thema Biodiversität.

Maßnahmen zum Erhalt der wertvollen Trockenrasen

Die Felstrockenrasen des Staatzer Berges benötigen regelmäßige Biotoppflegemaßnahmen, um sie von einwandernden Gebüschen frei zu halten. Beim alljährlich stattfindenden Green Belt Work-Camp helfen Jugendliche aus aller Welt unter Anleitung des Naturschutzbundes NÖ gemeinsam mit der Bevölkerung und mit Unterstützung der Gemeinde die Felstrockenrasen von aufkommenden Büschen (u.a. Bocksdorn) zu befreien und helfen somit sie zu bewahren.

Die Exkursion fand im Rahmen des Projektes „Pflegemaßnahmen auf Trockenraseninseln in der Weinviertler Klippenzone/Nord am Grünen Band Europas“ statt. Mit diesem von der EU und dem Land Niederösterreich geförderten Projekt wird ein Beitrag zur Schutzgebietsbetreuung im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ geleistet.

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