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AUSTRIA Juice

AUSTRIA Juice, ein Tochterunternehmen der AGRANA, übernimmt die Patenschaft für den Steinkauz im westlichen Mostviertel.

Bis vor zwei Jahrzehnten war der Steinkauz im Mostviertel weit verbreitet. Doch nach massiven Rückgängen ist die aktuelle Verbreitung nur noch auf wenige Schwerpunkte in Österreich beschränkt, und die kleine Eulenart gilt in der „Roten Liste der gefährdeten Brutvögel Österreichs“ als „vom Aussterben bedroht“.

Seit Jahren brütet ein vitaler Bestand des Steinkauzes bei Mauthausen in Oberösterreich. Damit besteht nun die Chance, den Steinkauz durch das Angebot von Bruthöhlen wieder über die Donau zu holen. Diese Chance wollen wir nutzen!

Im Rahmen des EU Projekts „Wirtschaft & Natur NÖ“ hat die Energie- und Umweltagentur NÖ Betriebe eingeladen, sich für die Artenvielfalt vor der Haustür einzusetzen. AUSTRIA Juice ist der Einladung gefolgt. Das im Mostviertel ansässige Tochterunternehmen der AGRANA Beteiligungs-AG ist ein Unternehmen mit Weitblick und setzt auf eine gesunde Natur und regionale Qualität. Daher hat AGRANA mit der AUSTRIA Juice die Patenschaft
für den Steinkauz übernommen und finanziert die Anschaffung und Montage von Steinkauz-Brutröhren, sowie deren Wartung und Evaluierung durch das „Forum Natur und Artenschutz“.

Der Steinkauz liebt das Mostviertel

Der Steinkauz benötigt eine kleinräumig strukturierte Landwirtschaft, wie Streuobstwiesen mit Höhlenbäumen in einem dörflichen Umfeld. Solche Strukturen sind im westlichen Mostviertel dank der sorgsamen Bewirtschaftungsweise der regionalen Bauernschaft noch zu finden. So wird neben der Produktion von Früchten auch Tieren und Pflanzen wichtiger Lebensraum gegeben. Um den Steinkauz auch im westlichen Mostviertel wieder anzusiedeln, werden in den Gemeinden Ennsdorf, Erla, Oed, St. Pantaleon, Strengberg, St. Valentin, Stadt Haag, Wallsee und Wolfsbach nun auf geeigneten Bäumen Brutröhren angebracht, die natürlich auch mardersicher sind.  

Hilfe der Landwirte und Landwirtinnen ist wichtig

Allerdings sind Bruthöhlen alleine nicht genug - auch der Lebensraum muss passen. Dafür ist die verantwortungsvolle landwirtschaftliche Bewirtschaftung wichtig. Streuobstwiesen und kopfbaumbestandenes Grünland sind prägende Landschaftselemente für unser Mostviertel und beliebt bei Mensch und Tier! Sie sind aber auch für den Steinkauz wichtig; er nutzt sie als Ansitz für die Jagd und als Ruf- und Paarungswarten. Auch ein gewisses Maß an Unordnung ist für den Steinkauz überlebenswichtig.

Stadeln, Schuppen, Holzstöße und Gemäuer bieten dem Steinkauz Rückzugsorte und Bruthöhlen. Dort fühlen sich auch Mäuse, eine wichtige Nahrungsquelle für Steinkäuze, wohl. Reduzierter Pestizideinsatz fördert Insekten, die ebenfalls  wichtige Nahrung für den Steinkauz darstellen. Sparsamer Einsatz von Düngemitteln und regelmäßiges Mähen der Streuobstwiesen erleichtern dem Steinkauz zudem die Nahrungssuche.

Augen auf!

Wenn die Wiederansiedlung klappt, kann der Ruf des Steinkauzes bald wieder zu hören sein. Melden Sie uns bitte Sichtungen und lassen Sie uns gemeinsam mit AUSTRIA Juice dem Steinkauz eine neue Heimat geben!

Weitere Informationen

Infoblatt für Landwirte und Landwirtinnen (PDF, 249 KB)
Austria Juice

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