Woche der Artenvielfalt

Vom 13. bis 24. Mai 2021 findet die Woche der Artenvielfalt statt. Die Energie- und Umweltagentur bietet dazu im Mai und Juni zahlreiche Exkursionen in Europaschutzgebiete an. 

Thayatal

Der Nationalpark Thayatal gehört zu einem der artenreichsten Gebieten in Niederösterreich.

(04.05.21/ MF) Österreich ist eines der artenreichsten Länder Mitteleuropas. 3.000 Pflanzenarten und 54.000 Tierarten, davon allein 40.000 Insekten, bevölkern das Land. Doch Biodiversität ist mehr als nur die Vielfalt der Arten.

Vielfalt ist mehr

Neben dem Reichtum der Arten sind auch die genetische Diversität und die Vielfalt der Lebensräume von entscheidender Bedeutung. Die Größe des Genpools von Pflanzen- und Tierbeständen ist wichtig für die Anpassung der Arten an die immer schneller wechselnden Lebensbedingungen. Je größer der Genbestand, aus dem die Evolution schöpfen kann, umso höher die Wahrscheinlichkeit, das sich Arten erfolgreich anpassen können. Die Vielfalt der Lebensräume wiederum ist die räumliche Grundlage für die Artenvielfalt. Monotone Agrarsteppen werden nur spärlich besiedelt, abwechslungsreiche Landschaften mit vielen unterschiedlich gestalteten Naturräumen verfügen auch über einen großen Artenreichtum.

Die Natur leistet Enormes für uns Menschen

Die sogenannten Ökosystemleistungen machen vieles auf der Erde erst möglich. Sie sorgen für saubere Luft und Boden, stellen uns Trinkwasser, Nahrungsmittel und Arzneien zur Verfügung und bieten Schutz vor Naturgefahren. Eine intakte Umwelt ist aber auch Erholungs- und Erlebnisraum, der für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit von großer Bedeutung ist.

Tagpfauenauge auf Blume

Wilde Ecken im eigenen Garten sind wertvoller Lebensraum für Insekten und andere seltene Tierarten.

Mut zur Unordnung

Auch im eigenen Garten kann man viel für die Vielfalt tun. Wer auf englischen Rasen und exotische Pflanzen verzichtet, holt sich viele Tier- und Pflanzenarten vor die Haustür. „Wilde Ecken“ im Garten, Laubhaufen und Altholz oder auch Nisthilfen für Insekten bieten oft auch seltenen Arten einen Lebensraum. Kahlgeschorene Rasenteppiche sind für Insekten nutzlos, weil die Nahrung bietenden Blüten fehlen. Wer seine Wiese trotzdem gelegentlich mähen möchte, sollte auf das Timing achten. Ein guter Zeitpunkt ist entweder sehr früh oder spät am Tag, da Bienen meist um die Mittagszeit aktiv sind.

Einige Insektenarten wie etwa manche Schmetterlinge überwintern als Puppe. Falllaub, Reisighaufen oder Altholz bieten dafür ideale Bedingungen. Aber auch in der warmen Jahreszeit werden diese Verstecke von den unterschiedlichsten Tiergruppen genutzt. So suchen sich auch Igel, Eidechsen oder Vögel hier gerne ein Plätzchen und ziehen ihre Jungen auf. Übrigens werden auch leere Schneckenhäuser von Wildbienen als Unterschlupf angenommen.

Mai im Zeichen der Vielfalt

Die dritte Mai-Woche steht wieder im Zeichen der Biodiversität. Große Veranstaltungen müssen auch heuer aufgrund der Covid-19-Beschränkungen ausfallen. Trotzdem wird die Woche der Artenvielfalt stattfinden. Bitte beachten Sie, dass Termine aus aktuellem Anlass verschoben, ergänzt oder abgesagt werden können. Im Zweifel wenden Sie sich bitte direkt an den Veranstalter bzw. die Veranstalterin.

Die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ bietet rund um die Woche der Artenvielfalt im Mai und Juni zahlreiche Exkursionen in verschiedene Europaschutzgebiete an. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Mehr zu den Wanderungen zu den Naturschätzen Niederösterreichs erfahren Sie hier.