Wildnisgebiet für alle erlebbar

Der Rothwald im Wildnisgebiet Dürrenstein ist Österreichs erstes UNESCO-Weltnaturerbe. Im "Haus der Wildnis" soll er für alle erlebbar werden.

Südwestflanke des Dürrenstein im Frühling

Der Zutritt zum Wildnisgebiet am Dürrenstein ist nur im Rahmen von 250 geführten Touren im Jahr möglich.

(17.03.2021/ MF) Der Rothwald bei Lunz am See ist einer der letzten Urwälder Europas. Als UNESCO-Weltnaturerbe steht er auf einer Ebene mit dem Yellowstone Nationalpark und den Galapagos-Inseln. In Lunz soll demnächst das „Haus der Wildnis“ auch für jene einen Blick in das Wildnisgebiet gewähren, die nicht einen der wenigen Plätze bei einer Führung durch das Gebiet bekommen haben.

Juwel von internationalem Rang

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gewährte gemeinsam mit Bundesministerin Elisabeth Köstinger, der steirischen Naturschutz-Landesrätin Ursula Lackner und Agrar-Landesrat Johann Seitinger im Rahmen einer Pressekonferenz erste Einblicke in die Räumlichkeiten und die Ausstellung. Mit dem Wildnisgebiet hat das Naturland Niederösterreich ein Juwel von internationalem Rang, dass für alle Zeiten geschützt und für die Nachwelt bewahrt werden soll. Mit dem „Haus der Wildnis“ wird dafür eine Anlaufstelle und ein Ausgangspunkt für Wanderungen und Expeditionen geschaffen. Zudem ist dieses Zentrum ein perfektes Beispiel für eine gelungene Ortskernbelebung und eine erfolgreiche Regionalentwicklung.

Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Steiermarks Agrar-Landesrat Johann Seitinger, Bundesministerin Elisabeth Köstinger, die steirische Naturschutz-Landesrätin Ursula Lackner und der Lunzer Bürgermeister Josef Schachner.

Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Steiermarks Agrar-Landesrat Johann Seitinger, Bundesministerin Elisabeth Köstinger, die steirische Naturschutz-Landesrätin Ursula Lackner und der Lunzer Bürgermeister Josef Schachner.

Zentrum für den letzten Urwald

Der Zutritt zu diesem einzigartigen Naturraum ist nur im Rahmen von 250 geführten Touren im Jahr möglich. Das Ökosystem mit den uralten, mächtigen Buchen im 400 ha großen Urwald ist äußerst sensibel und darf dem Massentourismus nicht ausgesetzt werden. Im „Haus der Wildnis“ wird es für alle erlebbar.

Die Ausstellung ist Urwald, Wildnis und Wasser der gesamten Region gewidmet und ist eine Mischung aus modernen Medien, Virtual Reality, interaktiven Stationen und Stationen zum Vertiefen. Im neuen „Haus der Wildnis“ werden neben einer Ausstellung auch Forschungseinrichtungen, der Tourismus und Gastronomie Platz finden. Bund, Land und EU fördern das 6-Millionen-Euro-Projekt, rund 2,5 Mio. Euro sind durch private Spenden finanziert.

Erweiterung in Sicht

Das Wildnisgebiet umfasst derzeit 3.500 ha. In den letzten Jahren gab es immer wieder Überlegungen, das Gebiet in Richtung Steiermark zu erweitern. Neuesten Plänen zufolge soll die Fläche des Wildnisgebiet Dürrenstein im steirischen Teil um 3.500 ha erweitert werden. Insgesamt würde dann das UNESCO-Weltnaturerbe ein doppelt so großes Areal abdecken.