Wilde Nachbarn

Wildtiere erobern immer öfter unsere Siedlungen. Dabei ergeben sich auch Konflikte.

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Sichtungen von Wildtieren können bequem online gemeldet werden.

In ganz Europa wandern verschiedenste Tierarten in den Siedlungsraum ein. Sie haben entdeckt, dass man zwischen den Menschen sehr gut leben kann. Hier gibt es einen hervorragenden Lebensraum mit konstantem Nahrungsangebot, mildem Klima, guter Deckung und weniger Feinden.

Miteinander von Tier und Mensch

Mit dem Projekt Wilde Nachbarn geht das Team der Außenstelle Seebarn der Österreichischen Vogelwarte diversen Fragestellungen rund um den Themenkomplex Wildtiere im Siedlungsraum nach. Schwerpunkt ist die Erforschung des Miteinanders von Vögeln und Menschen.

Aktiv werden und Beobachtungen melden

Wer in seinem Ort Wildtiere beobachtet hat, kann das online melden. So helfen Sie mit zu zeigen, dass wilde Tiere auch im Siedlungsraum vor ihrer Haustüre leben und unterstützen die Forschungen zum Thema „Urbaner Lebensraum“ und „Wildtiere im Siedlungsraum“. Dazu gibt es Tipps, was Sie für einheimische, wildlebende Tiere und Pflanzen tun können.

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Der Wolf erzeugt beim Menschen starke Emotionen. Eine Begegnung ist jedoch sehr selten.

Mensch und Wildtiere teilen sich oft einen Lebensraum

Dabei kann es bei Tierarten wie beispielsweise Wolf, Biber, Fischotter oder Ziesel zu Konflikten kommen. Kein Wildtier erzeugt im Moment mehr Emotionen in der Bevölkerung als der Wolf. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten in der Kulturlandschaft erzeugt er bei manchen Menschen Unbehagen und teilweise sogar Angst. Direkte Kontakte sind jedoch selten, aber von besonderer Sensibilität.

Wildtier-Info des Landes NÖ

Die Wildtierhotline bietet allen Bürgerinnen und Bürgern unkompliziert und rasch grundlegende Informationen zu geschützten Wildtieren, deren Kontakt zu Menschen besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Sollten Sie einen Wolf im Ortsgebiet antreffen, informieren Sie bitte umgehend die Polizei oder die Bezirksverwaltungsbehörde. Sie können Sichtungen von Wölfen oder Wolfsrisse bei Nutztieren aber auch bei der Wildtierinfo melden.

Die Wildtierinfo erreichen Sie von Montag bis Freitag von 7 – 19 Uhr und am Samstag von 7 – 14 Uhr unter 02742 9005 9100 oder per E-Mail unter wildtier@noel.gv.at.

Ungeliebter Baumeister

Durch sein natürliches Verhalten gerät auch der Biber immer häufiger ins Visier des Menschen. Dammbauten, Röhren und das Untergraben von Böschungen, aber auch die Nagetätigkeit vor allem im Winter stehen im Konflikt mit der Landnutzung. Mit dem Bibermanagement und dem Biberbeauftragter des Landes NÖ gibt es eine kompetente Anlaufstelle für alle Fragen rund um das größte heimische Nagetier. Aufgabenfelder sind unter anderem die Begutachtung und Aufarbeitung von Schadensfällen in der Land- und Forstwirtschaft. Bei Schadensmeldungen ist vor allem auf eine gute Dokumentation durch Fotos und eine genaue Verortung mittels GPS oder durch Einzeichnen auf einen Lageplan zu achten.

Kontakt zum Biberbeauftragten des Landes NÖ:

Ronald Knapp

Amt der NÖ Landesregierung - Naturschutzabteilung (RU5)

E-Mail: post.ru5@noel.gv.at

Tel.-Nr. 02742 9005 15243

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Ein hilflos wirkendes Jungtier weckt den menschlichen Beschützerinstinkt.

Falsch verstandener Tierschutz

Ein vermeintlich verlassenes Rehkitz, ein scheinbar schutzloses Vogelnest oder ein krank wirkendes Jungtier lösen bei vielen den menschlichen Beschützerinstinkt aus. Was in diesen Fällen zu tun ist und ob ein Wildtier wirklich unsere Hilfe braucht, lesen Sie in unseren 4 aktuellen Knigge-Beiträgen.

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