Wild campen in Österreich

In Niederösterreich und den anderen Bundesländern ist das Übernachten abseits offizieller Campingplätze großteils verboten.

wild Campen

Das freie Campen ist in Österreich zumeist verboten. Auf Privatgrund ist unbedingt die Zustimmung des Grundbesitzers erforderlich.

Campingurlaub steht derzeit hoch im Kurs. Das Übernachten in der Natur – ob im einfachen Zelt oder im komfortablen Wohnmobil – ist ein besonderes Outdoor-Erlebnis. Doch man sollte sich vorher erkundigen, ob das freie Campen überhaupt erlaubt ist. Wir geben eine Übersicht.

Freies Campen ist meist verboten

In Österreich ist das freie Stehen bzw. das Übernachten abseits der offiziellen Campingplätze zumeist verboten und kann empfindliche Strafen nach sich ziehen. Auf privaten Grundstücken darf generell nur mit Erlaubnis des Eigentümers übernachtet werden. Das gilt auch für Waldgebiete. Im Forstgesetz ist zwar ein Betretungsrecht eingeräumt, allerdings ist das Lagern bei Dunkelheit und Zelten davon klar ausgenommen. Die konkreten Regelungen und Strafhöhen sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich.

Niederösterreich

Nach dem NÖ Naturschutzgesetz ist das Abstellen von Wohnwagen, Wohnmobilen oder Zelten außerhalb von genehmigten Campingplätzen verboten. Wer dagegen verstößt, begeht eine Verwaltungsübertretung und riskiert eine Strafe bis zu 14.500 Euro.

Wien

Auch in der Bundeshauptstadt ist laut Kampierverordnung das freie Stehen abseits der offiziellen Campingplätze verboten. Hier drohen Strafen bis zu 700 Euro.

Burgenland

Hier ist das Zelten mit weniger als zehn Personen für bis zu drei Nächte gestattet. Das freie Stehen mit dem Wohnmobil ist jedoch nicht gestattet und kann mit Strafen von bis zu 3.600 Euro geahndet werden.

Oberösterreich

Laut dem OÖ Tourismusgesetz ist das Zelten und Übernachten für den „Fußwanderverkehr“ im alpinen Ödland oberhalb der Baumgrenze und außerhalb von Weidegebieten erlaubt. Ansonsten gibt es für Oberösterreich keine Bestimmungen, die sich ausdrücklich auf das Campen beziehen.

Salzburg und Vorarlberg

Ob und in welcher Höhe Strafen für Wildcampen geltend gemacht werden, wird von dem Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde bestimmt. Landesweite Regelungen gibt es hier nicht.

Kärnten

Nach dem dortigen Naturschutzgesetz ist es in der freien Landschaft verboten, außerhalb von Campingplätzen und auch auf sonstigen Flächen wie Vorgärten, Haus- und Obstgärten zu zelten oder den Wohnwagen abzustellen. Missachtet man das Verbot, drohen Geldstrafen von bis zu 3.630 Euro.

Steiermark

In diesem Bundesland  gibt es keine Bestimmungen, die sich ausdrücklich auf das Campen beziehen. Es ist allerdings ratsam, sich für das freie Stehen die Genehmigung der Behörden einzuholen.

Tirol

Das Campieren außerhalb von Campingplätzen ist gemäß Tiroler Campinggesetz verboten. Bei Verstößen droht eine Strafe von bis zu 220 Euro.