Wertvolle Natur in Doislau und Zauchbachtal kennenlernen

Ein neues Projekt soll den BürgerInnen von Amstetten, St. Georgen am Ybbsfelde, Neuhofen, Ferschnitz und Euratsfeld den Wert der Natur vor ihrer Haustüre näherbringen.

Naturvermittlung Doislau

Das Projekt in der Doislau und im Zauchbachtal soll den BürgerInnen die Natur vor der Haustür näher bringen.

Am 20. November 2019 fiel der Startschuss für das Projekt, das bis Sommer 2021 laufen soll. Die Gemeinden Amstetten, St. Georgen am Ybbsfelde, Neuhofen, Ferschnitz und Euratsfeld arbeiten dabei mit der LEADER Region Moststraße und der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu) zusammen.

Wertvolle Wiesen stehen im Zentrum

Im Mittelpunkt stehen die Gebiete Doislau und Zauchbachtal, die sich im Europaschutzgebiet „NÖ Alpenvorlandflüsse“ entlang der Ybbs und des Zauchbaches erstrecken. Hier finden sich blumenreiche Wiesenbestände, auf denen besondere Orchideen gedeihen und die Lebensraum von gefährdeten Schmetterlingen und seltenen Wildbienen sind.

Schulprojekte und Exkursionen geplant

In jeder Gemeinde startet ein eigenes, bewusstseinsbildendes Schulprojekt. Die SchülerInnen sollen das Europaschutzgebiet vor ihrer Haustüre und seine schützenswerten Tiere, Pflanzen und Lebensräume hautnah erleben und auf spielerische Art kennenlernen. Die SchülerInnen können ihr Wissen über die naturschutzfachlichen Besonderheiten im Schutzgebiet dann an ihre Eltern, Großeltern und Freunde weitergeben. Um auch die Erwachsenen einzubinden, sind gemeinsame Exkursionen in die Schutzgebiete geplant.

Weiterbildung für MultiplikatorInnen

Vorsorge wird auch getroffen, das Projekt über sein offizielles Ende hinaus weiterlaufen zu lassen. Dafür sind gegen Ende der Laufzeit Schulungen für MultiplikatorInnen wie LehrerInnen und NaturvermittlerInnen angedacht. Sie erhalten ein Methodenheft, mit dem sie ihr erworbenes Wissen weiter vermitteln können.

Wichtige Ergänzung laufender Naturschutzmaßnahmen

Das Projekt „Naturvermittlung in der Doislau und im Zauchbachtal“ ergänzt bestehende Maßnahmen zum Erhalt des Europaschutzgebiets „NÖ Alpenvorlandflüsse“, die im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerks NÖ seit Längerem laufen. Dazu gehört unter anderem das Management der sogenannten Heißländeflächen, das sind wertvolle Bestände auf Schotter- und Kiesbänken mit Orchideenvorkommen in der Doislau bei Amstetten. Die dort notwendigen Pflegearbeiten werden seit drei Jahren tatkräftig von den Gemeinden Amstetten und Euratsfeld unterstützt. Auch das Management der wertvollen Magerwiesen im Zauchbachtal gehört dazu.

Bildtext

Wollen ihren Bürgerinnen und Bürgern den Wert der Natur vor ihrer Haustüre näherbringen (v.l.n.r.): Bgm. Michael Hülmbauer (Ferschnitz), Bgm. Christoph Haselsteiner (St.Georgen/Ybbsfelde), Mag.a Martina Schuller (Leaderregion Moststraße), Bgm.in Maria Kogler (Neuhofen/Ybbs), Maria Ettlinger, MA (Leaderregion Moststraße), UGR Bernhard Wagner und Ing. Dieter Stadlbauer (Stadtgemeinde Amstetten), DI Karin Schmid, Schutzgebietskoordinatorin für das Mostviertel, Vzbgm. Johann Engelbrechtsmüller (Euratsfeld), Biologin und Naturvermittlerin MMag. Heidemarie Moser-Sturm, Ing. Ignaz Röster (Regionsleiter Mostviertel in der eNu)

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen