Wasser mit Ablaufdatum

60 Prozent der ÖsterreicherInnen halten Trinkwasser für nicht verderblich. Doch selbst abgefülltes Leitungswasser kann bei unsachgemäßer Lagerung schnell ungenießbar werden.

Trinkwasser in Krügen

Leitungswasser ist ein idealer Durstlöscher, wenn es frisch gezapft genossen wird.

Bei den herrschenden hochsommerlichen Temperaturen ist ein Schluck kühlen Wassers aus der Leitung eine Wohltat. Unser Leitungswasser kann bedenkenlos genossen werden. Die niederösterreichischen Wasserversorger achten darauf, dass die Qualität stimmt. Die Trinkwasserverordnung regelt die Zusammensetzung des Trinkwassers. Die darin enthaltenen Grenz- und Richtwerte zählen europaweit zu den strengsten.

Wasser in Trinkflaschen kühl halten

Anders schaut die Situation aus, wenn Wasser etwa in Trinkflaschen mit auf Reisen genommen wird. Bei hohen Temperaturen kann sich da schon mal ein gesundheitsgefährdender Cocktail entwickeln. Da auch Trinkwasser nicht gänzlich keimfrei ist, können sich die Keime vermehren. Warme Temperaturen sind für die unsichtbaren Mikroorganismen eine ideale Voraussetzung für das Wachstum. Im Wasser können sich manche Bakterien unter bestimmten Bedingungen sehr schnell entwickeln und im schlimmsten Fall auch Krankheiten auslösen.

Selbst abgefülltes Wasser kühl und dunkel lagern

Speziell bei längeren Reisen oder bei der Verwendung von selbst abgefülltem Leitungswasser aus Kanistern oder anderen größeren Behältern etwa beim Campen ist unbedingt auf eine dunkle und kühle Lagerung des Wassers zu achten. Ein regelmäßiger Wechsel der Wasservorräte vermeidet unnötige gesundheitliche Probleme. Mehr als 2 bis 3 Tage sollte Wasser bei Temperaturen über 20 Grad nicht gelagert werden.

Abgestandenes Wasser in Leitungen vermeiden

Ein vergleichbares Problem kann auch in den Leitungen im eigenen Haus entstehen. Immer häufiger werden Verkeimungen im Kaltwasser festgestellt, die auf eine nicht ausreichende Wasserentnahme zurückzuführen sind. Diese sogenannten Stagnationen kommen vor allem in größeren Leitungssystemen vor, wo bestimmte Abschnitte nur selten genutzt werden und sich die Keime ungehindert in den Leitungen vermehren können. Die Eigenverantwortung von HausbesitzerInnen und MieterInnen ist hier gefordert. Dazu gehören einfache Maßnahmen, wie regelmäßige Wasserentnahme und das Durchspülen der Leitungen nach längerer Abwesenheit. Das Kaltwasser sollte maximal 20 Grad, das Warmwasser auf mindestens 55 Grad erhitzt werden.

Mineralwasser hat eigene Gesetze

Mineralwasser in originalverschlossenen Flaschen ist übrigens praktisch endlos haltbar. Die Hersteller geben zwar meist eine Haltbarkeit von zwei Jahren an. Doch auch darüber hinaus ist das Wasser in den meisten Fällen noch genießbar. Neben der genannten Trinkwasserverordnung gibt es in der Mineralwasserverordnung eigene Richtlinien für abgefülltes Flaschenwasser.

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