Vogelsichere Hochspannungsleitungen

Hochspannungsleitungen sind lebensgefährliche Hindernisse für Vögel. Die Initiative „Danube Free Sky“ sichert mit moderner Technik zwei wichtige Vogelschutzgebiete.

Montage der Vogelschutzfahnen aus dem Hubschrauber

Die Montage der Vogelschutzfahnen erfolgte in 60 Metern Höhe aus dem Hubschrauber.

Mitte Juli wurden rund 80 Vogelschutz-Fahnen an zwei donauquerenden Hochspannungsleitungen und einer Querung eines Altarms der Donau im Großraum Wien angebracht. Dafür wurde ein hochspezialisiertes Montage-Team samt Hubschrauber engagiert. Das Kollisionsrisiko der Tiere mit den Leitungen sinkt durch die Maßnahme deutlich. Die Vogelschutz-Fahnen sind ein Beitrag, den Nationalpark Donau-Auen und die Tullnerfelder Donau-Auen als wichtige Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Wasservögel zu sichern.

Lebensgefahr für die Vogelwelt im Nationalpark

Hochspannungsleitungen stellen speziell für Wasservögel gerade bei widrigen Wetter- und Sichtbedingungen ein unsichtbares Hindernis dar. Besonders betroffen von der Kollision mit Leitungen sind Wasservögel wie Schwäne, Enten und Gänse, aber auch Wat- und Greifvögel. Die Leitungen liegen durchwegs auf wichtigen Vogelrouten in den Europaschutzgebieten Nationalpark Donau-Auen (Wiener Teil), Donau-Auen östlich von Wien und den Tullnerfelder Donau-Auen.

Die gesamte Donau soll vogelsicher werden

Um das Risiko von Kollisionen zu minimieren, wurde von DANUBEPARKS, dem Netzwerk der Donauschutzgebiete, die Initiative „Danube Free Sky“ ins Leben gerufen. Entlang der gesamten Donau werden in den nächsten Jahren laufend Maßnahmen umgesetzt. Neben den Wiener Netzen beteiligen sich an den Schutzmaßnahmen auch die Netz Niederösterreich GmbH und die Austrian Power Grid. 

Spektakulärer Hubschraubereinsatz

Ein speziell ausgebildetes Montage-Team führte mit einem Hubschrauber die Arbeiten durch. An zwei donauquerenden Leitungen und einer Querung eines Altarms der Donau wurden in rund 60 Metern Höhe auf einer Länge von etwa 2,5 Kilometern rund 80 Vogelschutz-Fahnen befestigt. An der Hubschraubertür sitzend wurde alle 30 Meter ein Fähnchen am nicht stromführenden Erdseil befestigt. Die Hochspannungsleitungen mit 110.000 Volt verlaufen nur wenige Meter darunter.

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