Tag des Bodens

Der Weltbodentag (oder auch World Soil Day) soll am 5. Dezember ein Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden setzen.

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Der Boden ist unsere Lebensgrundlage und vielfältigen Gefahren ausgesetzt.

Die Internationale Bodenkundliche Union (IUSS) hat den 5. Dezember als Weltbodentag im Rahmen ihres 17. Weltkongresses im August 2002 in Bangkok ausgerufen. Er soll auf die vielfältigen Gefahren für den Boden, aber auch auf den hemmungslosen Verbrauch dieser wertvollen Ressource hinweisen.

Eine Stimme für den Boden

Der enorme Bodenverbrauch, zunehmende Versiegelung und der Klimawandel machen dem Boden zu schaffen. Die Folgen werden oft erst viele Jahre später sichtbar, die Regeneration zerstörter Böden dauert meist Jahrzehnte. Der Weltbodentag will Bewusstsein schaffen für die Wichtigkeit und die zahlreichen Funktionen des Bodens. Ohne entsprechenden Schutz zieht es uns im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weg.

Schützen wir unsere Böden nachhaltig

Eine nachhaltige und schonende Nutzung von Böden ist also dringend gefragt. Dazu braucht es verschiedene Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen. Dazu gehören Maßnahmen gegen die Versiegelung im kommunalen und privaten Bereich, ein Verbauungsstopp durch die Stärkung von Ortszentren und die Revitalisierung leerstehender Gebäude. Auch in der Landwirtschaft und in unseren privaten Gärten gibt es viel Potenzial, um den Boden zu schonen und zu schützen.

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Der Bodenverbrauch in NÖ ist auf einen halben Hektar pro Tag zurückgegangen.

Bodenverbrauch in NÖ geht zurück

Verantwortlich für den Verlust an Boden sind unter anderem Bauten für Siedlungs- und Verkehrszwecke, Gewerbe- und Industrieanlagen und intensive Erholungszwecke. Der Bodenverbrauch in Niederösterreich ist in den letzten Jahren gesunken. Pro Tag wird in NÖ durchschnittlich ein halber Hektar Boden verbraucht. Niederösterreich ist damit das Bundesland mit der geringsten Flächeninanspruchnahme und Versiegelung. In Österreich liegt der Wert bei 11,3 Hektar. Das ist mehr als vier Mal so viel wie das offizielle Nachhaltigkeitsziel der Regierung mit 2,5 Hektar pro Tag. Statistisch gesehen wurde dieses offizielle Ziel am 21. März dieses Jahres bereits überschritten. 

Naturland NÖ setzt Maßnahmen

Niederösterreich hat die Bedeutung des Bodenschutzes schon früh erkannt. Im Klima- und Energieprogramm 2020 des Landes Niederösterreich ist der Bodenschutz gleich in mehreren Handlungsfeldern verankert. Bei den Maßnahmen im Bereich „Mobilität und Raumentwicklung“ ist eine sparsame Inanspruchnahme des Bodens vorgesehen. Im Bereich „Kreislaufwirtschaft“ ist man darauf bedacht, Stoffkreisläufe zu schließen. Den „Gesunden Boden zu stärken“ ist eine der Maßnahmen im Bereich „Land- und Forstwirtschaft“. Land NÖ und 85 Gemeinden sind außerdem Mitglieder des Europäischen Bodenbündnisses, des größten europäischen Netzwerkes für Bodenschutz. Mit dem "Blau-gelben Bodenbonus" und einer neuen Entsiegelungsprämie setzt das Land Niederösterreich ein weiteres Zeichen für die Bedeutung des Bodens.